TIMMY – Die Hope stirbt zuletzt
Sonntag, 20.09.2026 / 19:30 Uhr / Ernst Deutsch Theater (Hauptbühne)
Nach der ausverkauften Premiere und bundesweiter Resonanz kehrt „TIMMY – Die Hope stirbt zuletzt“ für weitere Vorstellungen ans Ernst Deutsch Theater zurück.
Ausgehend vom Fall des Buckelwals Timmy verbindet der Abend Theater, Musik und Gespräch zu einer öffentlichen Selbstbefragung über Empathie, Aufmerksamkeit und die Geschichten, die wir uns erzählen. Dabei wird Timmy zum Ausgangspunkt für größere Fragen: Was berührt uns und warum? Welche Ereignisse werden mit Bedeutung aufgeladen? Und was verrät das über die Gesellschaft, in der wir leben?
TEIL 1: PASSION TIMMY
Zwischen Weihrauch, KI-Pop, dokumentarischen O-Tönen und religiösen Ritualen erzählt die Performance die Reise des Buckelwals Timmy als moderne Passionsgeschichte. Diese handelt von einem Wal als Erlöser und Hoffnungsträger, von kalter Wissenschaft, der helfenden Güte des Geldes – und von sehr viel Gefühl.
Die Performance zeichnet die Ereignisse um den gestrandeten Wal nach und wirft Fragen auf, die im anschließenden Gespräch mit wechselnden Podiumsgästen weitergedacht werden.
TEIL 2: PODIUMSGESPRÄCH
Nach jeder Vorstellung öffnet sich der Abend in ein Gespräch mit wechselnden Gästen. Ausgehend von der Geschichte um den gestrandeten Wal beschäftigen wir uns mit größeren gesellschaftlichen Fragen. Es geht um Empathie und Aufmerksamkeit, Kunst und Spiritualität, politische Vereinnahmung, Protest, Medien und gesellschaftliche Konflikte. Dabei begleitet uns die Frage, warum manche Schicksale enorme öffentliche Resonanz auslösen, während anderes Leid kaum wahrgenommen wird.
Am 16. September sind Amelie Deuflhard, Intendantin von Kampnagel, und Giulia Messmer, Pressesprecherin von Sea-Watch, bei uns zu Gast. Gemeinsam mit Alexander Klessinger, dem Regisseur des Abends, sprechen wir über die Verteilung von Aufmerksamkeit und Empathie als umkämpfte politische Ressourcen. Dabei geht es um Deutungshoheit, zivilgesellschaftliches Engagement und die Frage, wer überhaupt Öffentlichkeit bekommt. Moderiert wird das Gespräch von Marco Damghani.
Am 20. September sind Prof. Dr. Joachim Valentin, Professor für Christliche Religions- und Kulturtheorie an der Goethe-Universität Frankfurt, und Prof. Dr. Kerstin Radde-Antweiler, Professorin für Religionswissenschaft an der Universität Bremen, zu Gast. Gemeinsam mit Alexander Klessinger, dem Regisseur des Abends, sprechen sie über die religiöse und spirituelle Aufladung von Timmy, über die Verwendung christlicher Symbolik und darüber, warum ein säkulares Medienereignis plötzlich Formen von Hoffnung, Erlösung und Ritual annehmen kann.
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