26-11-01 Stabat Mater ©Fabian Garthe, © Fabian Garthe

Stabat Mater

Stabat Mater



    Antonín Dvořáks meisterhaftes Oratorium für Chor und Orchester

    Zutiefst erschüttert vom Tod seiner ersten Tochter begann Antonín Dvořák 1876 mit der Komposition seines Stabat Maters. Es sollte das Werk werden, mit dem er über seine tschechische Heimat hinaus bekannt wurde und ihm den Weg als international erfolgreicher Komponist ebnete.
    Bereits im 15. Jh. gab es die ersten Vertonungen dieses mittelalterlichen Gedichts, das den Schmerz der Mutter Jesu angesichts des gekreuzigten Sohnes beschreibt. Zur Barockzeit wurden die Kompositionen immer zahlreicher – zu sehr sprach der Text den Menschen aus der Seele, der Tod eines Kindes war allgegenwärtig. Und nur zu gut eignete sich das Gedicht als Grundlage für ausdrucksvolle, schmerzerfüllte Musik.
    Nach einigen Monaten unterbrach Dvořák seine Arbeit, um Auftragskompositionen fertigzustellen, nahm sie im August 1877 aber wieder auf, nachdem innerhalb kürzester Zeit seine anderen beiden Kinder verstorben waren. Dvořák stürzte sich in die Arbeit, um das Erlebte zu verarbeiten.
    Trauer und Trost. Mit zwei Worten ließe sich der Kerngedanke des Stabat Maters zusammenfassen. Aber welche emotionale Wucht dahinter verborgen liegt, kann damit nicht einmal ansatzweise beschrieben werden – die persönliche Erfahrung Dvořáks wird in der Intensität seiner Musik spürbar, eingebunden in die Wärme seiner Klänge und seiner unglaublich sanften Melodik.
    Die Kantorei St. Johannes, das Ahrensburger Kammerorchester unter der Leitung von Edzard Burchards, sowie Santa Karnīte (Sopran), Paula Rein (Alt), Timo Rößner (Tenor) und Christfried
    Biebrach (Bass) gestalten Dvořáks Meisterwerk am Sonntag, den 1. November um 18 Uhr in der St. Johanneskirche.

    Veranstalter. Ev.-Luth. Kirchengemeinde Ahrensburg, Kirchenmusik an St. Johannes

    Alle Angaben ohne Gewähr.

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