Neujahrskonzert - Wendland Sinfonieorchester



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Eine musikalische Begrüßung des neuen Jahres (und Verabschiedung des alten) hat am 04.01.2026 wieder der Kulturverein Bad Bevensen mit dem Wendland-Sinfonieorchester im Angebot.
Im ersten Teil des Programms erklingt die "Toteninsel" von Sergei Rachmaninow von 1909, eine äußerst hörenswerte sinfonische Dichtung nach dem ebenso berühmten Gemälde von Arnold Böcklin. Da Böcklin nicht weniger als fünf Versionen dieses Bildes gemalt hat, ist nicht ganz klar, welches davon Rachmaninow in Musik verwandelt hat – außer, dass es ein schwarz-weiß Druck des Gemäldes war; die Versionen in Farbe haben ihm nicht gefallen. Rachmaninow war nicht der einzige, der das populäre Gemälde in Musik umgesetzt hat: knapp 30 Kompositionen über das Bild und seine symblische Bedeutung sind vor und nach Rachmaninows Version entstanden. Der sinfonischen Dichtung liegt zwar ein Programm zugrunde, dieses bezieht sich aber eigentlich gar nicht auf eine Insel der Toten – der Komponist hatte eher Goethes Figuren Faust, Gretchen und Mephistopheles vor Augen.
Nachdem so nun der Abschied vom alten Jahr begangen wurde, folgt als nächstes etwas ganz, ganz anderes: das Cellokonzert op. 57 von Thomas de Hartmann. Wem der Name nichts sagt, muss sich nicht wundern: das Konzert ist eine Wiederentdeckung, die erst kürzlich im Rahmen des "Thomas de Hartmann Project" vom MDR wieder zum Leben erweckt wurde, und gerade erst zu seiner ersten CD-Aufnahme gekommen ist, mit dem Cellisten Matt Haimowitz im Leipziger Gewandhaus. Das WSO spielt aus von der Neuverlegung noch warmen Noten, passend zu den etwas jazzigen, warmen, an jüdischer Musik orientierten Klängen des Konzerts. Die Solistin des Abends ist Alexandra Kahrer, eine vielfach preisgekrönte junge Österreicherin. Sie spielt auf einem 1671 erbauten Cello, eine Leihgabe der Deutschen Stiftung Musikleben.
Nach der Pause folgt ein "Meilenstein der skandinavischen Musik": Carl Nielsens 4. Sinfonie. Auch Nielsens Werke gerieten zunächst etwas in Vergessenheit und kamen erst nach seinem Tod zu ihrer verdienten Anerkennung. Zu seinen Lebzeiten scherte sich Nielsen nicht sehr um kompositorische Trends – mit etwas Abstand bemerkt man aber doch viele für die Zeit neuartige, mutige und positiv überraschende musikalische Ideen. Die Sinfonie trägt den Beinamen "Det Uudslukkelige" (Das Unauslöschliche). Auf jeden Fall dürfte das im vierten Satz erklingende Paukenduell mit Blechbläserfanfaren den Zuhörern unauslöschlich im Gedächtnis bleiben! Die genaue Bedeutung dieses Namens hängt aber wohl eher damit zusammen, dass die Sinfonie während des 1. Weltkriegs komponiert wurde; obwohl die Musik selbst ein bisschen militant klingt, steht sie für das Gegenteil: trotz Krieg und Krise ist das Leben vielseitig, wild und nicht unterzukriegen!

Programm:

1. Sergei Rachmaninow: Toteninsel
2. Thomas de Hartmann: Cellokonzert op. 57
3. Carl Nielsen: Sinfonie Nr. 4

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