Kommunales Kino: "Der lange Weg der Sinti und Roma"

Kommunales Kino: "Der lange Weg der Sinti und Roma"



  • Freier Eintritt

In Kooperation mit Lisa Ströer, Referentin für Erinnerungskultur des Kreises Pinneberg Filmautor Adrian Oeser Mit Hilfe persönlicher Biographien »zeichnet der Film emotional und eindrucksvoll die Geschichte von Deutschlands größter nationaler Minderheit nach und macht bisher unerzählte Perspektiven sichtbar. Individuelle Geschichten und bisher kaum gezeigtes Archivmaterial nehmen mit in eine Zeit, in der Sinti und Roma weiter diskriminiert wurden und in der sie sich schließlich zur Wehr setzten. Unter den historischen Aufnahmen aus den ARD-Archiven fand Filmautor Adrian Oeser viele Szenen, die deutlich machen, wie stark der Rassismus gegen Sinti und Roma nach 1945 fortdauerte – und auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk immer wieder befeuert wurde. Die Dokumentation ›DER LANGE WEG DER SINTI UND ROMA‹ ist damit auch eine kritische Auseinandersetzung der ARD mit ihrer eigenen Geschichte.

Der Film zeigt darüber hinaus, dass eine Aufarbeitung in vielen gesellschaftlichen Bereichen bis heute notwendig ist. Bis in die 1980er Jahre arbeiteten Landeskriminalämter und Forscher in ganz Deutschland mit den Akten der Rassenhygieniker aus der Nazizeit weiter, um Sinti und Roma systematisch zu erfassen. Erst die Bürgerrechtler konnten diese Aktenbestände in den 1980er Jahren freipressen.« (Ankündigungstext des Verleihs)

Im Anschluss sprechen wir mit Kelly Laubinger, Aktivistin und Geschäftsführerin der Sinti Union Schleswig-Holstein, über die geringe Sichtbarkeit der Geschichte von Sinti und Roma in der deutschen Erinnerungskultur, über Kontinuitäten des Antiziganismus und die Bedeutung dieser Themen für Bildung und Gesellschaft.

Der Eintritt ist kostenlos, wir freuen uns über eine angemessene Spende!

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