Ausstellungen
Gedächtnislücken #revisited
Sonntag, 07.06.2026 / 14:30 Uhr / Kölibri - GWA St. Pauli
- Freier Eintritt
Gedächtnislücken #revisited - Ein temporäres Denkmal zu den Lücken der Aufklärung im NSU-Komplex.
Kunstprojekt der Künstlerin Katharina Kohl im öffentlichen Raum, 05.06.–12.07.2026
Sonntag, 7. Juni 2026, Beginn 14.30 Uhr, in Kooperation mit der GWA St. Pauli e. V., Kölibri, Hein-Köllisch-Platz 12, 20359 Hamburg:
Auftaktveranstaltung des Begleitprogramms mit Podiumsgespräch und Publikumsdiskussion „Leben mit den Folgen von rechter Gewalt und Rassismus“ mit Okan Taşköprü, Ibrahim Arslan, Ali Riza Ceylan, Fatma Ceylan und Bengü Kocatürk-Schuster moderiert von Dan Thy Nguyen.
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Filmvorführung „Dann vergesse ich alles“von Ulf Aminde, Gürsoy Doğtaş, Bengü Kocatürk-Schuster und Daniel Poštrak mit Ali Rıza Ceylan.
Am 5. Juni 2026 um 16 Uhr eröffnet "Gedächtnislücken #revisited", das temporäre Denkmal zu den Lücken der Aufklärung im NSU-Komplex der Hamburger Künstlerin Katharina Kohl, an der digitalen Kultursäule am Hamburger Ballindamm/Ecke Jungfernstieg in Anwesenheit der Künstlerin. Bis zum 12. Juli 2026 werden die schwarz-weißen Arbeiten der Künstlerin auf Litfaßsäulen und anderen Anzeigeflächen inmitten leuchtend bunter Werbung an verschiedenen Orten im Hamburger Stadtraum Passant*innen einladen die Grafiken näher anzuschauen.
„Soweit ich weiß, wussten wir nichts“ – die Gedächtnislücken der Befragten im 2. Untersuchungsausschuss zum NSU-Komplex leuchten von den geschwärzten Seiten hervor und weisen auf die Lücken der Aufklärung zu der Mordserie hin, die auch in Hamburg mit dem Mord an Süleyman Taşköprü am 27. Juni 2001 vor 25 Jahren ihre Spuren hinterlassen hat. Die Initiatorinnen des Projektes Katharina Kohl und die Kunsthistorikerin Nina Kalenbach möchten mit diesem Projekt an die immer noch bestehenden Lücken in der Aufklärung des NSU-Komplexes, auch in Hamburg, erinnern.
Der Auftakt des Rahmenprogramms findet am 7. Juni 2026 ab 14.30 Uhr im Kölibri, GWA St. Pauli statt und beginnt mit einer Filmvorführung: „Dann vergesse ich alles“, einem Film über die Arbeit von Ali Riza Ceylan. Dieses Nachmittagsgespräch steht unter dem Motto Leben mit den Folgen von rechter Gewalt und Rassismus. Darüber werden Okan Taşköprü (Hamburg), der Filmemacher Ibrahim Arslan (Mölln), der Künstler Ali Riza Ceylan (Köln), sowie Fatma Ceylan und Bengü Kocatürk-Schuster von der Initiative Herkesin Meydanı — Platz für alle, (Köln) berichten und anschließend mit dem Publikum diskutieren. Die Moderation übernimmt der Hamburger Künstler Dan Thy Nguyen.
Alle auf dem Podium haben die Erfahrung gemacht, wie sich das Weiterleben nach Gewalterfahrung anfühlt — als Angehörige, als Betroffene oder im engen Freundeskreis. Ihre Leben sind so unterschiedlich, wie ihre Bewältigungsstrategien. Was hilft und stärkt, um zu überleben und ein Leben in Würde zu führen?
Katharina Kohls Grafikserie "Gedächtnislücken" (2018) wird neben den Plakatierungen im Stadtraum auch in Magazinen erscheinen und zusätzlich ist die gesamte Serie der 40 Grafikblätter im digitalen Raum besuchbar. Auf der Website gedaechtnis-luecken.de und dem Instagram-Account https://www.instagram.com/gedaechtnisluecken_revisited/ können die Grafiken auch außerhalb Hamburgs angesehen werden. Auf der Website werden neben Hintergrundinformationen zu "Gedächtnislücken #revisited" auch die Einzelveranstaltungen des eintrittsfreien Rahmenprogramms bekannt gegeben.
Das Projekt "Gedächtnislücken #revisited" wird gefördert durch die Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur und Medien sowie die Liebelt-Stiftung, Hamburg.
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