Gedaechtnislücken #revisited, Katharina Kohl, digitale Litfaßsäule Jungfernstieg, Hamburg 2026, Foto: DG. Reiß, © Foto: DG. Reiß

Gedächtnislücken #revisited
Ein temporäres Denkmal zu den Lücken der Aufklärung im NSU-Komplex

Gedächtnislücken #revisited – Ein temporäres Denkmal zu den Lücken der Aufklärung im NSU-Komplex



  • Freier Eintritt

Denkmäler und Erinnerungsorte – Spaziergänge zu Litfaßsäulen

Samstag, 11. Juli 2026: Dammtor und Innenstadt, Treffpunkt: Ecke Rothenbaumchaussee / Edmund-Siemers-Allee

Sonntag, 12. Juli 2026: St. Pauli, Treffpunkt: Paul-Roosen-Str. Höhe Hausnr. 4-6

Beginn jeweils 16.30 Uhr, Eintritt frei

Gedächtnislücken #revisited – Ein temporäres Denkmal zu den Lücken der Aufklärung im NSU-Komplex

Ein Kunst-im-öffentlichen-Raum-Projekt von Nina Kalenbach und Katharina Kohl

Noch bis zum 12. Juli 2026 läuft die stadtweite Plakatierung der 300 Litfaßsäulen mit der das temporäre Denkmal zu den Lücken der Aufklärung im NSU-Komplex seit dem 5. Juni in Hamburg sichtbar geworden ist. Gedächtnislücken #revisited trägt so die Erinnerung an die Opfer rechter Gewalt, insbesondere die des NSU, in das Stadtbild. Am 27. Juni 2001 wurde Süleyman Taşköprü in seinem Ladengeschäft in Hamburg-Bahrenfeld durch den NSU ermordet und auch 15 Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU gibt es noch viele Lücken in der Aufklärung zum NSU-Komplex in Hamburg. Danach zu fragen, wie eine Stadtgesellschaft diese Situation und anderer Opfer rechter Gewalt erinnert, ist ein Anliegen des Projekts, dabei fragen Kalenbach und Kohl auch: Wo in der Stadt ist öffentlicher Raum für Erinnerungskultur und wer spricht an diesen Orten?

Bildträger des temporären Denkmals Gedächtnislücken #revisited sind auch die Präsentationen in Magazinen wie Kunstforum International oder Hinz und Kunzt, Social Media und eine Website, die alle 40 Blätter der Grafikserie Gedächtnislücken von Katharina Kohl im digitalen Raum ausstellt. Zusätzlich umfasst das Denkmal auch die soziale Praxis des Gesprächs. Nach den drei Podiumsveranstaltungen zu „Leben mit den Folgen von rechter Gewalt und Rassismus“, „Stand der Aufklärung zum NSU-Komplex – mit Fokus auf die Hamburger Situation“ und „Künstlerische Praxis und Erinnerungskultur im Stadtraum“ folgen am 11. Juli und am 12. Juli jeweils um 16.30 Uhr zwei Spaziergänge zu ausgewählten Litfaßsäulen.

Am Samstag, 11. Juli 2026 beginnt um 16.30 Uhr der Spaziergang vor dem Dammtorbahnhof an der Litfaßsäule Ecke Rothenbaumchaussee / Edmund-Siemers-Allee. Hier geht es auch zu dem Denkmal-Ensemble am Dammtordamm. Themen wie Kriegspropaganda (Richard Kuöhl, 1936), das Genre Gegendenkmal (Alfred Hdrlicka, 1985/86) sowie die jüngere Perspektive des „Gedenkortes für Deserteure und andere Opfer der NS-Militärjustiz“ (Volker Lang, 2012-15) werden Anlass zum Gespräch bieten, bevor es über die Lombardsbrücke Richtung Jungfernstieg geht. Die reine Fußwegzeit beträgt ca. 35 Min, insgesamt dauert der Spaziergang etwa 90–120 Min.

Am Sonntag, 12. Juli 2026 beginnt um 16.30 Uhr der Spaziergang auf St. Pauli an der Litfaßsäule in der Paul-Roosen-Str. Höhe Hausnr. 4-6 (ggü. der Einmündung Talstr.) und führt Richtung Pferdemarkt und Annenstr. Neben den Plakaten von Gedächtnislücken #revisited – Ein temporäres Denkmal zu den Lücken der Aufklärung im NSU-Komplex wird bei diesem Rundgang auch der Semra-Ertan-Platz besucht werden. Die reine Fußwegzeit beträgt ca. 15–25 Min, insgesamt dauert der Spaziergang etwa 90 Min.

Das Projekt Gedächtnislücken #revisited wird gefördert durch die Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur und Medien sowie durch die Liebelt-Stiftung, Hamburg.

Medienpartnerschaft mit: ByteFm, fsk, Kunstforum International

Kuration: Nina Kalenbach und Katharina Kohl | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Marie Kuhn und Claudia Postel | Gestaltung: Kevin Visdeloup | Webentwicklung: Julius Kühn

Alle Angaben ohne Gewähr.

Weitere Informationen

Weitere Veranstaltungen
die Sie vielleicht interessieren.

Alle Angaben ohne Gewähr.