Aus dem Nichts (14+), © Sinje Hasheider

Aus dem Nichts



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nach dem gleichnamigen Film von Fatih Akin / Bühnenfassung von Stanislava Jević und Klaus Schumacher.

Bei einem brutalen Nagelbombenanschlag in Hamburg kommen Katja Şekercis Ehemann und ihr achtjähriges Kind ums Leben. Staatsanwaltschaft, Polizei und Presse vermuten, dass es sich um eine islamistisch motivierte Tat oder um einen Racheakt innerhalb der türkischen, kurdischen oder albanischen Mafia handelt. Die deutsche Familie mit türkischkurdischen Wurzeln, Opfer eines brutalen Gewaltaktes, wird zum Sündenbock. Die Brutalität und Unmenschlichkeit der Tat und das rassistische Vorgehen der staatlichen Apparate lassen Katja verzweifeln und die Wut in ihr wachsen. Doch Katjas bester Freund und Anwalt lässt nicht locker und vermutet hinter dem Ganzen einen Terrorakt von Nazis. Kann es Gerechtigkeit geben in einer Gesellschaft, die Menschen nach ihrer Herkunft unterteilt und beurteilt und sie aufgrund ihrer Wurzeln diskriminiert und ihnen mit Hass begegnet? Und wird Rache zu einer Option, wenn der Rechtsstaat versagt?

Der Hamburger Filmemacher Fatih Akin, dessen Filme international gefeiert werden, hat mit Aus dem Nichts 2018 den Golden Globe gewonnen. Sein Film beleuchtet den zwar fiktiven Fall eines Nazi-Terroranschlags, nimmt dabei aber sehr deutlich Bezug auf die NSU-Morde. Angesichts gegenwärtiger gesellschaftlicher Entwicklungen – europaweiter und internationaler Rechtsruck, Erstarken rechtsextremer Parteien auch in Deutschland, Pläne zur Deportation von Menschen mit migrantischen Wurzeln – möchte das Junge SchauSpielHaus diesen politischen Stoff in einer eigenen Fassung für ein junges Publikum für die Bühne adaptieren. Klaus Schumacher wird mit dem gleichen künstlerischen Team, das auch bei Making of Sophie Scholl dabei war, diese Geschichte visuell und akustisch eindringlich inszenieren.

Aus dem Nichts von Fatih Akin ist erschienen im Drei Masken Verlag München.

Empfohlen für die Klassenstufen 9-13

Wir möchten darauf hinweisen, dass das Stück Rassismus, rechte Gewalt, Diskriminierung, Ableismus, Antisemitismus, Suizid und Gewalt thematisiert.

Alle Angaben ohne Gewähr.

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