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LOCATION:Reeperbahn 136, 20359 Hamburg
SUMMARY;ENCODING=QUOTED-PRINTABLE:REEPERBAHN FESTIVAL 2026
DESCRIPTION;ENCODING=QUOTED-PRINTABLE:Line Up: The Orchestra (For Now), The Homesick, Hiqpy, 1000 Rabbits,=0D=0ABleech 9:3, My First Time, Arcy Drive=0D=0A=0D=0AThe Orchestra (For Now) | 18:50 - 19:50 | Club=0D=0A=0D=0AKaum ein Venue auf diesem Planeten hat die zeitgenössische Rockmusik=0D=0Ain den letzten Jahren so nachhaltig geprägt, wie die Windmill im=0D=0ASüden Londons. Ob black midi, Squid, Shame oder Black Country, New=0D=0ARoad: Hier wird das klassische Bandsetup aufgebrochen und in ungeahnte=0D=0ABahnen gelenkt. The Orchestra (For Now) darf dabei vielleicht als das=0D=0Ainteressanteste neue Projekt dieser Szene gelten, das an der delikaten=0D=0ASchnittstelle von Nostalgie und Futurismus operiert. Mit dem EP-Duo=0D=0A„Plan 75“ und „Plan 76“ (2025) hat das siebenköpfige Ensemble=0D=0Aquasi aus dem Stegreif einen irrwitzig atmosphärischen Mix aus Art=0D=0ARock und Kammermusik, 70er-Prog und Post-Hardcore, Indie und=0D=0AKonzeptarbeit entworfen, produziert und perfektioniert. Von BBC 6=0D=0Aüber Quietus bis Clash Music überschlagen sich seither die=0D=0Abegeisterten Kritiken – und das völlig zu Recht. Die=0D=0Akompositorische Dramaturgie der Stücke, die Komplexität der=0D=0AArrangements und zugleich ihre charmante Eingängigkeit kennt im=0D=0Aderzeitigen Musikgeschehen des UK keine Entsprechung. The Orchestra=0D=0A(For Now) haben geschafft, was Kulturpessimisten landauf landab kaum=0D=0Anoch für möglich halten: menschliche, widersprüchliche, imperfekte,=0D=0Aanrührende Musik mit Ecken und Kanten zu schreiben, ganz ohne=0D=0Akünstliche Interferenz. Für den Moment.=0D=0A=0D=0AThe Homesick | 19:35 - 20:35 | Top Ten Bar=0D=0A=0D=0AZwischen blühenden Harmonien und kantigen Punk-Parts, die einen schon=0D=0Amal kalt aus dem Hintergrund erwischen, legen The Homesick spielerisch=0D=0Aden Schalter um. Oft genug in ein und demselben Song. War das Debüt=0D=0A„Youth Hunt“ (2017) noch eine mystische Kreuzung aus Post-Punk und=0D=0ANoise Pop, wurde das Stil-Repertoire auf dem Nachfolger „The Big=0D=0AExercise“ (2020) mit enormer Experimentierwut erweitert. Plötzlich=0D=0Awaren auch Math Rock und Psychedelic Pop anno 1969, Indie und artsy=0D=0APedal-Kapriolen kein Problem, wurden sogar integriert als hätte=0D=0Adieses westfriesländische Trio nie etwas anderes getan. Reminiszenzen=0D=0Aan Animal Collective und The Shins, aber auch an XTC oder Vampire=0D=0AWeekend schimmern hier und dort durch. Dass The Homesick dennoch=0D=0Azweifellos ihr komplett eigenes Ding durchziehen, demonstrieren sie=0D=0Aauf dem dritten Album vor fast genau drei Jahren mit bestechender=0D=0ALeichtigkeit. Nicht nur in den Niederlanden sind sie seitdem eine=0D=0Agefeierte Instanz, wenn es um gänzlich idiosynkratischen Anti-Pop der=0D=0Aneuesten Schule geht. Für ihren ersten Gig bei uns bringen sie im=0D=0ASeptember neben der jüngsten Single „Esperanto“ (2026) noch ein=0D=0APotpourri weiteres frisches Material mit. Nicht verpassen.=0D=0A=0D=0AHiqpy | 20:40 - 21:35 | Club=0D=0A=0D=0ADie Bandgründung lag kaum ein Jahr zurück, da spielten Hiqpy schon=0D=0Aauf namhaften niederländischen Festivals wie dem Eurosonic=0D=0ANoorderslag oder dem SomPop. Mit einer üppig produzierten Mixtur aus=0D=0Afuzzy Gitarren und emotionalen Melodiebögen, krachendem Schlagwerk=0D=0Aund den zarten Vocals von Abir Hamam infiziert das Quartett seitdem=0D=0Ajede Crowd zwischen Venlo und Amsterdam mit nachhaltiger Begeisterung.=0D=0ASupport kriegen sie aber nicht nur von ihrer stetig wachsenden=0D=0AFanbase, sondern auch von Grammy-Produzent Danton Supple (Coldplay,=0D=0AElbow,U2), unter dessen Ägide ihre Debüt-Single „Something“=0D=0A(2025) entstand – ein herausragendes Beispiel modernen Indie-Rocks,=0D=0Ader mit Dream Pop und Grunge schmust. Seitdem können sich Hiqpy vor=0D=0AAwards und Titeln kaum retten, dominieren mit großem Erfolg=0D=0Aniederländische Radiostationen und haben das Signing bei Sony=0D=0Afolgerichtig auch schon sicher. Dieses Jahr erscheint mit „Slow=0D=0ADeath Of A Good Girl“ (2026) das erste Studioalbum und eines ist=0D=0Ajetzt schon sicher: die europäische Indie-Szene wurde lange nicht=0D=0Amehr mit einem derart ausgereiften, vielseitigen und stimmungsvollen=0D=0ADebüt beschenkt.=0D=0A=0D=0A1000 Rabbits | 21:35 - 22:35 | Top Ten Bar=0D=0A=0D=0ASo wie 1000 Rabbits könnten gut und gerne mehr Bands an den Start=0D=0Agehen: Zunächst ein paar Dutzend Konzerte spielen, den eigenen Sound=0D=0Afinden, Songs schreiben und wachsen lassen. Und dann: BAM! „Virgin=0D=0ASoil“ zaubert Anfang des Jahres nicht nur im UK einigen=0D=0AIndie-Connaisseuren ein Lächeln ins Gesicht. Rhythmisch ausgefuchst=0D=0Aund zugleich klug verziert mit Violinlinien, Texturen aus sparsamen=0D=0ASynths und Gitarren sowie einem Gesang zwischen Intimität und=0D=0ADringlichkeit, haben 1000 Rabbits die kultpotente Londoner Windmill=0D=0AScene in einen Rausch versetzt. Der Sound des fünfköpfigen Gespanns=0D=0Azelebriert den Widerspruch des kontrollierten Kontrollverlusts, ist=0D=0Adurchdacht und offen zugleich – irgendwo zwischen Indie Pop, Art=0D=0ARock, Canterbury-Touch und Jazz Fusion. Sowohl im Songwriting als auch=0D=0Aauf der Bühne tritt eine ungestüme Lust am Experiment, am=0D=0AUnkonventionellen zutage, die sich gleich einem Nebel enigmatisch=0D=0Aüber die Band legt. Dementsprechend unvorhersehbar wird ihr Konzert=0D=0Abei uns in Hamburg.=0D=0A=0D=0ABleech 9:3 | 22:20 - 23:00 | Club=0D=0A=0D=0AWie aus einer Zeitmaschine geschleudert, schlagen Bleech 9:3=0D=0Avergangenes Jahr im Untergrund der irischen Musikszene auf. Niemand=0D=0Akannte die vier Dubliner – und doch weckt ihr Sound bei jedem=0D=0AErinnerungen, die zunächst kaum zu verorten sind. Wer weiter zuhört,=0D=0Amerkt schnell: hier schimmern Momente von Nirvana durch, dort ist=0D=0Adiese rohe, abgefuckte Energie aus den frühen 90ern spürbar und da=0D=0Ahinten wird der Alternative Rock der 2000er mit großem Weltschmerz=0D=0Awiederbelebt. Soundgarden, Pearl Jam, Radiohead - alles klar, die=0D=0AEinflüsse sind abgesteckt. Doch was Bleech 9:3 daraus hochziehen und=0D=0Arealisieren, ist kein bloßes Revival. In Songs wie der Debüt-Single=0D=0A„Ceiling“ (2025) oder „Cannonball“ (2026) kommen Anleihen von=0D=0ANoise Rock und dem lyrischen Crossover eines Jacoby Shaddix nebst=0D=0Amoderner Produktion zusammen, was dem stilistischen Gesamtbild eine=0D=0Azeitgemäße, unverbrauchte Signatur verpasst. Die Debüt-EP „Bleech=0D=0A9:3“ (2026) frisch abgemischt im Sack, dürfen wir die vier Iren=0D=0Aschon im September für ihren ersten Deutschland-Gig und die amtliche=0D=0AReeperbahn-Premiere in Hamburg begrüßen. Bei uns habt ihr sie dann=0D=0Avor allen anderen gesehen.=0D=0A=0D=0AMy First Time | 23:35 - 00:35 | Top Ten Bar=0D=0A=0D=0AZum ersten Mal begegnen sie sich, weil sie Freiwillige einer im Jahr=0D=0A2021 durchgeführten medizinischen Studie an der Bristol University=0D=0Asind. Dabei entdecken die vier Köpfe von My First Time derart viele=0D=0Amusikalische Überschneidungen und Interessen, dass die Bandgründung=0D=0Aim Anschluss kaum mehr als eine Formalie ist. Inspiriert von so=0D=0Aunterschiedlichen Projekten wie Idles und Kraftwerk, Blood Orange und=0D=0AMy Chemical Romance trifft der Sound der Vier irgendwo zwischen=0D=0AIndie-Rock, Post-Punk und clubtauglicher Tanzbarkeit einen sweet spot,=0D=0Aden offenbar viele fühlen. Songs wie „Man Of Ill Repute“ (2024)=0D=0Aoder „Picture Of Health“ (2026) sorgen auf ihren Konzerten=0D=0Averlässlich für ekstatisches Ausrasten und auch wenn der Sound=0D=0Adieser Band unbedingt Spaß macht, ist er zugleich hochpolitisch. So=0D=0Aprangern sie schon auf der Debüt-Single „Wind Up Merchant“ (2023)=0D=0Adie gegenwärtige Netzkultur ebenso wie grassierenden Konservatismus=0D=0Aan und widmen sich mit „Sippy Cup“ (2025) der pervertierten=0D=0AVermögen der Überreichen weltweit. Mit der neuen EP „My First=0D=0ATime“ (2026) scheinen sie ihren Sound gefunden zu haben – und=0D=0Apräsentieren ihn dieses Jahr erstmals auch bei uns.=0D=0A=0D=0AArcy Drive | 23:55 - 00:40 | Club=0D=0A=0D=0ADie Bucketlist des Rockstar-Daseins haben Arcy Drive schon zu Beginn=0D=0Aihrer Laufbahn abgehakt. Der Vierer aus Northport, New York ist nicht=0D=0Anur mit Songs wie „Roll My Stone“ (2022) oder „Time Shrinks“=0D=0A(2023) innerhalb weniger Monate zu einem Phänomen des=0D=0AUS-amerikanischen Garage Rock Revivals avanciert und sahnt seither zig=0D=0AMillionen Streams auf einschlägigen Plattformen ab. Das Debütalbum=0D=0A„The Pit“ (2025) haben die lebenslangen Freunde darüber hinaus in=0D=0AWoodstock aus der Taufe gehoben und ja: die Geister von Crosby, Stills=0D=0A& Nash und Led Zeppelin, von Creedence Clearwater Revival und The Band=0D=0Adurchhauchen hier jede Note, jeden Takt, jedes Instrument. Doch Arcy=0D=0ADrive erspielen sich die dichte Atmosphäre dieser Musik, ohne=0D=0AKlischees zu bedienen oder allzu sehr in Nostalgie zu schwelgen.=0D=0AStattdessen entstehen die Songs auf Tour, im Van oder zwischen den=0D=0AGigs und können ihre eigene Story erzählen – die Geschichte einer=0D=0Aneuen Generation von Bands, die es in manchen Belangen einfacher und=0D=0Ain anderen viel schwieriger haben. So positionieren sich Arcy Drive=0D=0Aals würdige Erben der hypnotischen Coolness, die aus den 60er- und=0D=0A70er-Jahren bis in die Gegenwart schimmert. Genug Gründe, sie jetzt=0D=0Aendlich auch zu uns nach Hamburg zu holen.=0D=0A
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