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LOCATION:Reeperbahn 136, 20359 Hamburg
SUMMARY;ENCODING=QUOTED-PRINTABLE:REEPERBAHN FESTIVAL 2026
DESCRIPTION;ENCODING=QUOTED-PRINTABLE:Line Up: The Homesick, LudoWic, néomí, Isabel van Gelder, LIONSTORM,=0D=0AHiqpy, Tom A. Smith, miaw, BLVTH, She Her Her Hers, Keo, Glazyhaze,=0D=0AGANS=0D=0A=0D=0AThe Homesick | 13:30 - 14:00 | Top Ten Bar=0D=0A=0D=0AZwischen blühenden Harmonien und kantigen Punk-Parts, die einen schon=0D=0Amal kalt aus dem Hintergrund erwischen, legen The Homesick spielerisch=0D=0Aden Schalter um. Oft genug in ein und demselben Song. War das Debüt=0D=0A„Youth Hunt“ (2017) noch eine mystische Kreuzung aus Post-Punk und=0D=0ANoise Pop, wurde das Stil-Repertoire auf dem Nachfolger „The Big=0D=0AExercise“ (2020) mit enormer Experimentierwut erweitert. Plötzlich=0D=0Awaren auch Math Rock und Psychedelic Pop anno 1969, Indie und artsy=0D=0APedal-Kapriolen kein Problem, wurden sogar integriert als hätte=0D=0Adieses westfriesländische Trio nie etwas anderes getan. Reminiszenzen=0D=0Aan Animal Collective und The Shins, aber auch an XTC oder Vampire=0D=0AWeekend schimmern hier und dort durch. Dass The Homesick dennoch=0D=0Azweifellos ihr komplett eigenes Ding durchziehen, demonstrieren sie=0D=0Aauf dem dritten Album vor fast genau drei Jahren mit bestechender=0D=0ALeichtigkeit. Nicht nur in den Niederlanden sind sie seitdem eine=0D=0Agefeierte Instanz, wenn es um gänzlich idiosynkratischen Anti-Pop der=0D=0Aneuesten Schule geht. Für ihren ersten Gig bei uns bringen sie im=0D=0ASeptember neben der jüngsten Single „Esperanto“ (2026) noch ein=0D=0APotpourri weiteres frisches Material mit. Nicht verpassen.=0D=0A=0D=0ALudoWic | 14:00 - 14:30 | Club=0D=0A=0D=0AVom Heute Richtung Vergangenheit und anschließend direkt zurück in=0D=0Adie Zukunft: Kaum ein Produzent der europäischen Musiklandschaft=0D=0Akonnte über die letzten zehn Jahre den durchdringenden Sound analoger=0D=0ASynthesizer mit modernster Genre-Typologie zwischen IDM, Minimal=0D=0ATechno, Electro House, Video Game Music und Ambient derart virtuos=0D=0Averbinden wie Matheus Lodewijk aka LudoWic. Der Limburger zelebriert=0D=0Abereits auf dem Debüt „A Blinding Light Moment“ (2015)=0D=0Aschattierte Klangfarben in Symbiose mit organischen Beats und schafft=0D=0Adamit eine echte Perle zeitgenössischer elektronischer Musik, die bis=0D=0Aheute nur den wenigsten bekannt ist. Die stilistische Vielfalt=0D=0Aentwickelt er von da an konsequent weiter, jenseits aller Trends. In=0D=0AKooperation mit Bill Kiley bringt er etwa den furiosen Soundtrack zu=0D=0A„Katana ZERO“ (2019) raus, wendet sich auf „Linescapes“ (2023)=0D=0Asakralen Drone-Wänden zu und zeichnet auf „Super8 Memory“ (2024)=0D=0Aminimalistische Soundscapes aus Prog Electronics und=0D=0Akammerorchestralen Arrangements in zarten Grautönen. Zwischenzeitig=0D=0Alegt er sich noch ein Trautonium zu, den 1930 entwickelten Vorläufer=0D=0Aaller heutigen Synthesizer, und meistert es wie kaum jemand sonst auf=0D=0Adem Planeten. Futurismus und Nostalgie, Experiment und Konzeption=0D=0Averschmelzen bei LudoWic zu cineastischen Klangwelten, die er in=0D=0Aseinen Live Shows beschwört wie ein Magier aus einer anderen Zeit.=0D=0A=0D=0Anéomí | 14:30 - 15:00 | Top Ten Bar=0D=0A=0D=0AGeschichten sind da, um in ihnen bestenfalls so etwas wie Hoffnung=0D=0Aoder Inspiration, eine neue Perspektive oder einen unerwarteten=0D=0AGedanken zu finden. Die niederländisch-surinamische Künstlerin=0D=0Anéomi hat das schon früh verstanden und bringt in ihren Songs sowohl=0D=0Ahoffnungsvolle Perspektiven als auch inspirierende Gedanken mit dem=0D=0Apoetischen Gewicht einer alten Seele zum Ausdruck. Da verschwimmen die=0D=0Arebellischen Folksongs der späten 60er mit der dichten Atmosphäre=0D=0Azeitgenössischer Singer-Songwriter wie Justin Vernon oder Ben Howard,=0D=0Awährend néomi keinerlei Scheu zeigt die Realitäten der Gegenwart zu=0D=0Abenennen und zu vertonen – ob auf ihren brillanten ersten EPs oder=0D=0Aihren ungemein anrührenden Konzerten. Spätestens mit dem ersten=0D=0AStudioalbum „Somebody's Daughter“ (2024) erregt sie damit auch=0D=0Aaußerhalb ihrer Wahlheimat Amsterdam Aufmerksamkeit. Musikalisch=0D=0Aebenso schwerelos wie melancholisch, finden bei der introspektiven=0D=0APoetin Coming-Of-Age-Themen inklusive all ihrer Paradoxie in Songs wie=0D=0A„Another Year Will Pass“ oder „Trigger“ (2025) Raum, um mal=0D=0Abiografisch, mal aber auch ganz universell und existenziell verhandelt=0D=0Azu werden. So hat néomi mittlerweile hierzulande eine ähnlich=0D=0Awachsende Fanbase gewonnen, die nach ihrem Gig bei uns im September=0D=0Aneue Mitglieder zählen wird – da sind wir uns ganz sicher.=0D=0A=0D=0AIsabel van Gelder | 15:00 - 15:30 | Club=0D=0A=0D=0AMehr als ein paar Sekunden sind nicht nötig, bis sich Isabel van=0D=0AGelder für alle Zeit ins auditive Zentrum eines jeden Menschen=0D=0Agesungen hat, der willens ist zuzuhören. Glaubt ihr nicht? Dabei=0D=0Aerreicht die Singer-Songwriterin aus Amsterdam mit einer ungezwungenen=0D=0ALeichtigkeit in Stimme und Liedgut, einer ausgeprägten Sensibilität=0D=0Afür Minimalismus, für Melodie und Arrangement jetzt schon ein=0D=0Ainternationales Millionenpublikum. Nicht nur auf einschlägigen=0D=0APlattformen, wo Songs von der souligen Dramatik eines „Run“ (2024)=0D=0Aoder das Folk-verliebte „My Silly Boy“ (2025) immer wieder in=0D=0Azahlreichen kuratierten Playlisten auftauchen. Auch mit ihrer=0D=0Adiesjährigen Europa-Tour macht sie deutlich, dass neben der Musik nur=0D=0Aeine Sache wichtiger für sie ist: der Kontakt zu ihrem Publikum.=0D=0AIsabel van Gelder lebt für den kreativen Prozess, für die seltene=0D=0AGelegenheit das eigene Seelenleben nach außen zu kehren und andere=0D=0Adaran teilhaben zu lassen. =0D=0A=0D=0ALIONSTORM | 15:30 - 16:00 | Top Ten Bar=0D=0A=0D=0AAls erstes explizit queeres Musikduo der Niederlande haben Lionstorm=0D=0Ain den letzten Jahren keine Gelegenheit ausgelassen, um=0D=0AErwartungshaltungen und Clubs gleichermaßen zu pulverisieren. Ob mit=0D=0AEPs wie „Kannibalisme & Masturbatie“ (2022) oder Live Performances=0D=0Azwischen clownesker Ästhetik, physischen Bassgewittern und=0D=0Asubversivem Gestus: Ski und Stars sind zwei Vollblutmusikerinnen mit=0D=0Aeinem gesonderten Gespür für das radikal Unangepasste. Tracks vom=0D=0AKaliber „Daddy's Pussy“ oder „Exxxplain This“ (2023) erinnern=0D=0Astellenweise an die disruptive Macht, mit der The Prodigy in den=0D=0A1990ern und Die Antwoord in den 2010ern über die Musikbranche=0D=0Ahereinbrachen. Und doch sind Lionstorm ganz anders, mit mehr sirrender=0D=0AErotik, mehr Energie und Ekstase ausgestattet, ja teilweise auch=0D=0Adeutlich eklektischer. Da klatschen sich Reggaeton und Industrial=0D=0AMetal gegenseitig auf den Arsch, während Gift spuckender Rap und=0D=0AHorrorcore im Rausch einer Clubnacht alle gängigen Tabus zu Konfetti=0D=0Aschreddern. Die jüngste Single „You Should C Me In A Crowd“=0D=0A(2025) spielt mit diesem Style wie mit etwas, das hier aus=0D=0AJugendschutzgründen besser unerwähnt bleibt. Wer es am eigenen Leib=0D=0Aerleben will, schlägt im September in Hamburg auf.=0D=0A=0D=0AHiqpy | 16:00 - 16:30 | Club=0D=0A=0D=0ADie Bandgründung lag kaum ein Jahr zurück, da spielten Hiqpy schon=0D=0Aauf namhaften niederländischen Festivals wie dem Eurosonic=0D=0ANoorderslag oder dem SomPop. Mit einer üppig produzierten Mixtur aus=0D=0Afuzzy Gitarren und emotionalen Melodiebögen, krachendem Schlagwerk=0D=0Aund den zarten Vocals von Abir Hamam infiziert das Quartett seitdem=0D=0Ajede Crowd zwischen Venlo und Amsterdam mit nachhaltiger Begeisterung.=0D=0ASupport kriegen sie aber nicht nur von ihrer stetig wachsenden=0D=0AFanbase, sondern auch von Grammy-Produzent Danton Supple (Coldplay,=0D=0AElbow,U2), unter dessen Ägide ihre Debüt-Single „Something“=0D=0A(2025) entstand – ein herausragendes Beispiel modernen Indie-Rocks,=0D=0Ader mit Dream Pop und Grunge schmust. Seitdem können sich Hiqpy vor=0D=0AAwards und Titeln kaum retten, dominieren mit großem Erfolg=0D=0Aniederländische Radiostationen und haben das Signing bei Sony=0D=0Afolgerichtig auch schon sicher. Dieses Jahr erscheint mit „Slow=0D=0ADeath Of A Good Girl“ (2026) das erste Studioalbum und eines ist=0D=0Ajetzt schon sicher: die europäische Indie-Szene wurde lange nicht=0D=0Amehr mit einem derart ausgereiften, vielseitigen und stimmungsvollen=0D=0ADebüt beschenkt.=0D=0A=0D=0ATom A. Smith | 19:00 - 19:45 | Club=0D=0A=0D=0AWährend andere mit Erreichen der Volljährigkeit erst mal schauen,=0D=0Adass sie Führerschein und eigene Wohnung irgendwie gestemmt kriegen,=0D=0Adroppt Tom A. Smith nicht eine, nicht zwei, sondern gleich drei EPs im=0D=0Aselben Jahr. 2022 war das. Seitdem ist für den Singer-Songwriter kein=0D=0AKarrieregipfel zu hoch, keine Stage zu groß, um nicht mit lässiger=0D=0AVerve erklommen zu werden. Das unbeirrbare Selbstbewusstsein eines=0D=0AWeltstars in der Stimme, den Groove altehrwürdiger Britpop-Granden im=0D=0ABlut und ganz offenbar eine Tankerladung Ideen im Kopf, macht Smith=0D=0Amit seinen 22 Jahren eine maximal unverschämt beeindruckende Figur=0D=0A– sowohl künstlerisch als auch visuell und medial. In seiner=0D=0Abritischen Heimat ist er auch deshalb seit Jahren eine der ganz=0D=0Agroßen Gestalten im Indie-Sektor und kann von sich behaupten, bislang=0D=0Aeine nahezu makellose Diskografie an den Start gebracht zu haben. Von=0D=0Ader diesjährigen UK-Tour waren folgerichtig innerhalb weniger Tage=0D=0Akeine Tickets mehr übrig, während die neue EP „Say What You=0D=0AWant“ (2025) das Credo des Künstlers auf den Punkt bringt: egal was=0D=0Awer denkt, ich ziehe mein Ding durch. Aber bitte doch. =0D=0A=0D=0Amiaw | 19:30 - 20:15 | Top Ten Bar=0D=0A=0D=0AAn einer bislang noch unbekannten Schnittstelle von präzisen=0D=0ABreakbeats, Shoegaze anno 1993 und kühl glasierten Autotune-Vocals=0D=0Ahaben Frederik Bruun und Liza Dries ihren unverwechselbaren Cross-Pop=0D=0Ageschliffen, verfeinert, etabliert. Und das nun gerade einmal seit=0D=0Aetwas mehr als zwei Jahren. Geformt aus dem digitalen Ton dieser Tage,=0D=0Adem Lebensgefühl ihrer Generation, nutzt das=0D=0Adänisch-niederländische Duo als miaw unorthodoxe Sampling-Techniken,=0D=0ASynth-Arpeggios und ein sphärisches Produktionsdesign für Clubmusik,=0D=0Adie an Sega Bodega oder Pink Pantheress erinnert. Tracks wie „ATT“=0D=0Aoder „hello hello“ (2024) spannen sich dabei wie ein berauschender=0D=0ATraum vor dem dritten Auge auf und lassen im Anschluss nichts anderes=0D=0Azu als bis in die Erschöpfung hinein zu tanzen. Körperlichkeit und=0D=0Apost-digitale Spiritualität schmelzen hier ineinander. Die Debüt-EP=0D=0A„My Petswan“ (2024) erhielt sowohl begeisterte Kritiken in=0D=0AMusik-Publikationen von GAFFA über Soundvenue bis zum BPM Magazine=0D=0Aals auch diverse Airplays bei 1Live oder BBC6. Ein Sound, der im Loop=0D=0Azwischen Peaktime-Banger, sediertem Remix und sofort ins Ohr=0D=0Afließendem Pop-Song entsteht. Optimal für ihren ersten Gig bei uns=0D=0Ain Hamburg.=0D=0A=0D=0ABLVTH | 20:45 - 21:40 | Club=0D=0A=0D=0AAus dem Schlafzimmer-Studio raus in die Welt – BLVTH hat geschafft,=0D=0Awovon andere aufhören zu träumen. Mit stabilem Ehrgeiz und dem=0D=0ASkillset eines umtriebigen Producers ohne Allüren schraubt der=0D=0ABerliner schon seit einigen Jahren zeitgeistige Sounds zwischen Trap,=0D=0ATechno, Rap und synthetischen Crossovers zusammen. Eine grundlegende=0D=0ALektion dieses Sounds hat er dabei von Beginn an verinnerlicht:=0D=0AEingängigkeit ist Komplexität ohne Schnickschnack. So triefen Tracks=0D=0Awie das blau schimmernde „Disarray“ (2018) oder die=0D=0AAnti-Hit-Single „Shit To Say“ (2021) vor Feeling für Hooks und=0D=0AEffekte, für die richtigen Klangfarben im richtigen Moment, während=0D=0Aim Rückspiegel die 90er vorbeiflimmern. Fast schon logisch, dass=0D=0Aseiner Feder auch Top-Produktionen von Casper, Marteria, Azuhmjot oder=0D=0AK.Flay entstammen. Auf dem Album „Yin Yang“ (2024) demonstriert er=0D=0Anach einer Vielzahl hochkarätiger Features in jüngster Zeit, dass er=0D=0Asich als Solokünstler kontinuierlich in diverse Richtungen=0D=0Aweiterentwickelt. Über die Jahre hat er uns schon einige Male besucht=0D=0Aund dabei stets sein Publikum mit großen Augen zurückgelassen. Mit=0D=0Aneuem Songmaterial und frischer Energie folgt 2026 nun das=0D=0Aobligatorische Nachspiel. Keinesfalls verpassen.=0D=0A=0D=0AShe Her Her Hers | 21:15 - 22:15 | Top Ten Bar=0D=0A=0D=0ASeit Jahren sind sie eine unbestrittene Sensation im japanischen=0D=0AMusikgeschäft und werden mit Lobeshymnen im Wochentakt bedacht: She=0D=0AHer Her Hers haben zwischen Chillwave und Shoegaze einen völlig=0D=0Aeigenen Style gefunden, der mittlerweile bis weit über die Grenzen=0D=0AJapans hinaus ein geradezu fanatisches Publikum gewinnen konnte.=0D=0ASchwelgerische Vocals im Falsett, brillant produzierte Beats und eine=0D=0APalette träumerischer Klangfarben, die Gefühlstürme frisch=0D=0AVerliebter ebenso vertonen können wie die tiefe Sehnsucht nach jenen=0D=0AZeiten, die nie wiederkommen – dieses Trio versteht es unverschämt=0D=0Agut, zu bezirzen und zu überzeugen. Auf Alben wie „Location“=0D=0A(2019) oder „Pathway“ (2024) gibt es dementsprechend eine=0D=0Aaudiovisuelle Nostalgie-Dusche nach der anderen, aus der ohnehin=0D=0Aniemand so schnell aussteigen mag. Dieser Signature Sound ist über=0D=0AJahre gewachsen und wurde sorgsam im Studio ebenso wie auf der Bühne=0D=0Araffiniert. Romantische Wave-Träumereien flirten da mit City Pop im=0D=0ASynth-Glitter, der funky Flashback für Zeitreisende trifft auf=0D=0Afuturistisch anmutende Ambient-Flächen - ein Klangbild, das=0D=0Ainzwischen von China über Thailand bis Südkorea Kultcharakter=0D=0Agewonnen hat. =0D=0A=0D=0AKeo | 22:40 - 23:25 | Club=0D=0A=0D=0AManchmal landet der Sound einer Band ohne Umwege zwischen Magengrube=0D=0Aund Herz einen Volltreffer nach dem anderen. Im besten Fall schnappen=0D=0Awir dann nach Luft, wollen die Begeisterung einfangen und halten.=0D=0ASchon mit ihrer ersten EP „Siren“ (2025) realisieren Keo Lieder,=0D=0Awelche zwischen melodischer Schönheit und diesem dramatischen=0D=0AMomentum der Erlösung jene Gefühle unverhoffter Ergriffenheit=0D=0Aheraufbeschwören. Jede Note, jeder Chorus, jede harmonische=0D=0AEntwicklung ist in Stücken wie „I Lied, Amber“ oder „Stolen=0D=0ACars“ (2025) von purer Passion geformt und von dringender Sehnsucht=0D=0Avorgetragen. Sänger Finn Keogh schwingt dabei zwischen einer=0D=0AReinkarnation des jungen Eddie Vedder und den hochemotionalen Vocals=0D=0Avon Billy Corgan, nur anders. Irgendwie intimer und cineastischer=0D=0Azugleich. Nachdem sie in zahlreichen Venues im UK für feuchte Augen=0D=0Aund entgeisterte Seelen gesorgt haben, von BBC Radio 1 über NME bis=0D=0ARolling Stone sämtliche Feuilletons überzeugen konnten und als=0D=0Alegitime Hoffnung im Post-Grunge-Sektor gehandelt werden, stehen sie=0D=0Adieses Jahr mit ihrer Zeitkapsel, dem Debütalbum „Put A Smile On=0D=0AFor Me“ (2026), endlich auch bei uns auf der Bühne. Nicht=0D=0Averschlafen – hier seht ihr sie vor dem Hype.=0D=0A=0D=0AGlazyhaze | 23:15 - 00:05 | Top Ten Bar=0D=0A=0D=0ANomen est omen, bei Glazyhaze mehr denn je. Das Quartett aus Venedig=0D=0Azockt eine seidenmatte Fusion aus Shoegaze, Post-Punk und=0D=0Anostalgischem Brit Pop mit ausgeprägtem Gespür für Melodien und=0D=0Aemotionale Peaks. Schon erste Singles wie „A Glimpse Of Light“=0D=0A(2023) oder „What A Feeling“ (2024) bescheren der Band begeisterte=0D=0AKritiken von Fans und Feuilletons gleichermaßen. Parallel verträumt=0D=0Aund doch köstlich gritty, darüber hinaus aber auch mit den=0D=0ADeadpan-Vocals von Sängerin Irene Moretuzzo ausgestattet, ist der=0D=0AGlazyhaze-Sound ein sinnliches Fest für Romantiker*innen und=0D=0ASchwärmer*innen, für frisch Verliebte ebenso wie für schmerzhaft=0D=0AGetrennte. Den üblichen Vergleichen mit Granden des Post-Punks=0D=0Aentziehen sich die Vier durch ihre eigene Umdeutung klassischer=0D=0AGenre-Tropen. Düster und hoffnungsvoll zugleich, catchy und dennoch=0D=0Anie vorhersehbar, atmosphärisch aber auch unbedingt tanzbar haben sie=0D=0Aihr zweites Album stilecht „Sonic“ (2025) genannt und selbst den=0D=0Agrößten Naysayern die Socken ausgezogen. Wer es nicht glaubt,=0D=0Aüberzeugt sich im September bei uns selbst. =0D=0A=0D=0AGANS | 00:20 - 01:00 | Club=0D=0A=0D=0AGeboren aus dem desaströsen Niedergang ihrer Gesellschaft, ist der=0D=0ASound von GANS zugleich subversiver Sozialkommentar und körperlich=0D=0Aerregender Sound für ekstatisches Tanzen. Das Duo aus Birmingham=0D=0Aschreddert noisy Hooks mit einer Energie über die Saiten, der sich=0D=0Anicht zu entziehen ist. Krachendes Schlagwerk und Basslines nebst=0D=0Aamtlicher Distortion kollidieren hier mit Deadpan-Vocals und einer=0D=0Akompromisslosen Identität als Kunstprojekt ohne Kompromat. Kurzum:=0D=0AGANS sind und leben das, was viele Bands gerne wären und täten. Doch=0D=0AKonjunktive kommen bei Euan Woodman und Thomas Rhodes nicht in die=0D=0ATüte. „Good For The Soul“ (2025) heißt dann auch passenderweise=0D=0Adas letztes Jahr veröffentlichte Debütalbum der beiden, auf dem sie=0D=0Adas jüngste Dance-Punk-Revival mit Noise Rock und industriellem=0D=0ASwagger fusionieren. Wie die feierliche Ablehnung des Status Quo=0D=0Atönen „Nightwalking“ oder „It's Just Life“ über einer=0D=0AMusiklandschaft, die auch im Alternative-Bereich zunehmend von=0D=0Apolierten Retorten-Acts geprägt wird. Aber null Chance. Sowohl auf=0D=0APlatte als auch auf der Bühne regiert bei GANS Ehrlichkeit,=0D=0AKonfrontation und die unvergessliche Energie kathartischer Live-Shows.=0D=0AKeinesfalls verpassen.=0D=0A
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