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SUMMARY;ENCODING=QUOTED-PRINTABLE:White Denim
DESCRIPTION;ENCODING=QUOTED-PRINTABLE:Zwei Jahrzehnte sind vergangen, seit sich White Denim in einer=0D=0Aunscheinbaren Bar in Austin formierten – ein Zufallstreffen, das im=0D=0ARückblick wie ein Gründungsmythos wirkt. Was damals mit einem=0D=0AGespräch zwischen Musikern zweier kaum bekannter Bands begann,=0D=0Aentwickelte sich rasch zu einem der eigenwilligsten Projekte der=0D=0Aamerikanischen Rocklandschaft. Der Name: sperrig, beiläufig gewählt.=0D=0ADer Sound: alles andere als das. =0D=0A=0D=0A„Wir folgen einfach nur unserem Bauchgefühl“, sagt Frontmann=0D=0AJames Petralli. Es ist ein Satz, der wie ein Programm klingt und=0D=0Atatsächlich die erstaunliche stilistische Offenheit der Band=0D=0Aerklärt. Garage Rock trifft auf Soul, Jazz-Fusion auf Psychedelia,=0D=0Adazwischen Improvisationen, die sich jeder Kategorisierung entziehen.=0D=0AWas bei anderen nach kalkulierter Vielfalt klingt, wirkt bei White=0D=0ADenim wie ein organischer Prozess: roh, suchend, oft überraschend.=0D=0ASchon früh erspielte sich die Band in Austin einen Ruf, der weit=0D=0Aüber die lokale Szene hinausstrahlte. Zwei EPs innerhalb eines=0D=0AJahres, gefolgt vom Debütalbum „Workout Holiday“ (2008), das=0D=0AWhite Denim als unangepasste Grenzgänger etablierte. Es war Musik,=0D=0Adie sich gegen Schubladen wehrte, und gerade deshalb Aufmerksamkeit=0D=0Aerregte. Spätere Werke wie „Corsicana Lemonade“ (2013) zeigten=0D=0Aeine Band, die ihren Sound verfeinert hatte, ohne ihn zu zähmen. =0D=0A=0D=0AIm Zentrum dieses rastlosen Kosmos steht Petralli: ein Gitarrist mit=0D=0Ascharfem Ton, ein Sänger mit unverkennbarer Stimme, vor allem aber=0D=0Aein Songwriter, der Struktur und Spontaneität miteinander=0D=0Averschränkt. Seine Präsenz prägt nicht nur die Studioaufnahmen,=0D=0Asondern entfaltet ihre volle Wirkung auf der Bühne. Denn dort, im=0D=0Aunmittelbaren Austausch mit dem Publikum, wird deutlich, was White=0D=0ADenim ausmacht. Ihre Konzerte sind keine bloßen Reproduktionen von=0D=0ASongs, sondern offene Räume: Stücke dehnen sich, brechen=0D=0Aauseinander, finden neue Formen. Improvisation ist hier kein Beiwerk,=0D=0Asondern Prinzip. Wer die Band live erlebt, versteht schnell, warum ihr=0D=0ARuf als eine der elektrisierendsten Live-Acts der Gegenwart sich so=0D=0Agefestigt hat. =0D=0A=0D=0ANach Jahren zwischen Austin und zuletzt Los Angeles bleibt White Denim=0D=0Aeine Konstante im Wandel: unberechenbar, produktiv, eigenwillig. Eine=0D=0ABand, die sich nie ganz festlegen lässt und gerade darin ihre=0D=0Agrößte Stärke findet. Im Herbst 2026 wird diese Energie auch=0D=0Ahierzulande wieder spürbar: Für zwei Konzerte kommen White Denim=0D=0Anach Deutschland und zelebrieren ihr zwanzigjähriges Bandbestehen.=0D=0A
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