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SUMMARY;ENCODING=QUOTED-PRINTABLE:NICHT DER HOMOSEXUELLE IST PERVERS, SONDERN DIE SITUATION, IN DER ER=0D=0ALEBT
DESCRIPTION;ENCODING=QUOTED-PRINTABLE:Daniel, ein junger Mann aus der Provinz, kommt nach Berlin und trifft=0D=0Adort zufällig Clemens. Beide erleben die große Liebe. Sie ziehen=0D=0Azusammen und versuchen, die bürgerliche Ehe zu kopieren. Doch nach=0D=0Avier Monaten endet das große Glück. Daniel hat inzwischen einen=0D=0Aälteren, reichen Mann kennengelernt und zieht mit ihm in dessen=0D=0AVilla.=0D=0A=0D=0ADoch bald, bei einem Musikabend, betrügt ihn sein älterer Freund.=0D=0AFür ihn war Daniel nur ein Objekt. Daniel arbeitet jetzt in einem=0D=0AHomosexuellen-Café, kleidet sich nach der neuesten Mode und lernt=0D=0Aschnell sich den Idealen der Subkultur anzupassen. Seine Freizeit=0D=0Averbringt er im Strandbad und lässt sich bewundern. Nachts geht er in=0D=0AHomosexuellen-Bars und wird immer abhängiger von dem ständig=0D=0Awechselnden sexuellen Abenteuer. Nach einiger Zeit entdeckt er den=0D=0Aexotischen Reiz schwuler Parks und Toiletten. Er erlebt, wie ältere=0D=0AHomosexuelle von Rockern zusammengeschlagen werden. Schließlich=0D=0Alandet er in einer Transvestitenkneipe, in der sich zu später Stunde=0D=0Aalles trifft, was bis dahin keinen Partner gefunden hat. Hier trifft=0D=0Aer Paul, der ihn in seine schwule Wohngemeinschaft mitnimmt. Die=0D=0AGruppe diskutiert mit ihm seine Probleme. Sie macht ihm klar, dass er=0D=0Aein oberflächliches Leben führt. Seine Aufgabe als emanzipierter=0D=0ASchwuler ist es sich zu seinem Schwulsein zu bekennen, andere Inhalte=0D=0Azu schaffen als nur Mode und Sex. Man schlägt ihm vor, sich politisch=0D=0Azu organisieren und gemeinsam mit anderen Schwulen über menschliche=0D=0AFormen des Zusammenlebens nachzudenken.=0D=0A=0D=0APraunheims Attacken richten sich nicht gegen fremde Unterdrücker,=0D=0Asondern gegen das eigene Lager. Die Situation, in der der Homosexuelle=0D=0Alebt, ist hausgemacht: das ist die These des Films. Verwirrung,=0D=0AEmpörung, Bestürzung im Schwulenlager war die Folge, aber auch=0D=0ABewegung, Aktion, coming out und Solidarität. Die Aufführung des=0D=0AFilms im deutschen Fernsehen wurde zum Skandal. Der WDR, der den Film=0D=0Ain Auftrag gegeben hatte, war der einzige Sender, der den Film=0D=0Aausstrahlte. Die vorgesehene parallele Aufführung beim ARD wurde=0D=0Akurzfristig abgesagt. Die ARD strahlte den Film ein Jahr später aus,=0D=0ABayern schaltete sich daraufhin aus dem Programm aus.=0D=0A
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