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SUMMARY;ENCODING=QUOTED-PRINTABLE:John Robb, Mark Reeder & Gäste - A Life Without Punk
DESCRIPTION;ENCODING=QUOTED-PRINTABLE:Wir schreiben das Jahr 1976. Atomare Aufrüstung und Kalter Krieg sind=0D=0Adie weltpolitischen Koordinaten, es knirscht an allen Ecken und Enden.=0D=0AIn Großbritannien herrscht eine gravierende ökonomische=0D=0AUnzufriedenheit. Die wirtschaftliche Not ist immens, die politischen=0D=0AKämpfe werden gewalttätig und erreichen die Straße. Die=0D=0AArbeitslosigkeit ist verheerend, die Inflation hoch, Streiks legen das=0D=0Atägliche Leben lahm. Neue Perspektiven fehlen, für Studierende, für=0D=0AArbeiter und Arbeiterinnen, für die Jugend. Eine Kluft, in die sich=0D=0AStrömungen wie die National Front ergießen, gleichzeitig gärt eine=0D=0Akulturelle und gesellschaftliche Aufbruchstimmung. Es brodelt in den=0D=0AJugendclubs, es bilden sich erste Subkultur-Szenen, ein aufrüttelnder=0D=0AMix aus Protest und Provokation ist die Grundlage. In Kombination mit=0D=0Aeiner ausgeprägten Abneigung gegen die bestehende Ordnung, wider das=0D=0AEstablishment, die Hochkultur, aber auch gegen die ausgedienten=0D=0ARock-Dinos. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann diese explosive=0D=0AMischung zum nächsten großen Knall führt.=0D=0A=0D=0APunk wird zum Fanal des Widerstands. Nicht nur in England. Und der=0D=0ARest ist Geschichte.=0D=0A=0D=0A"A LIFE WITHOUT PUNK" widmet sich diesen prägenden Jahren und bringt=0D=0AProtagonist*innen aus England und Deutschland zusammen, um das=0D=0APhänomen Punk und Neue Musik zu reflektieren, zu feiern =0D=0Aund fortzusetzen. =0D=0A=0D=0ADie Veranstaltungsreihe tourt in Deutschland mit wechselnden Ensembles=0D=0Aund findet in Hamburg in der =0D=0A1977 eröffneten Markthalle statt. Dort spielten alle wichtigen=0D=0Aenglischen und amerikanischen Punk-Bands, =0D=0Aund Alfred Hilsberg organisierte ebenda ab 1978 seine wegweisenden=0D=0AFestivals wie „Punk bis zum Untergang“,„Into The Future“,=0D=0A„Geräusche für die 80er“ und „Lieber zuviel als zuwenig“. =0D=0A=0D=0ADie Hosts der Abende sind zwei der wesentlichen Protagonisten des=0D=0APunk, John Robb und Mark Reeder. Sie sprechen - miteinander und mit=0D=0Aihren Gästen - über 50 Jahre Punk, wann und wo und wie sie von der=0D=0ANeuen Welle und Energie erfasst wurden, über Erfahrungen und=0D=0AAnekdoten, und darüber, wie richtungsweisend diese Zeiten des nicht=0D=0Anur musikalischen Aufruhrs für sie und ihre Leben gewesen sind.=0D=0A=0D=0ADer erste bestätigte Gast des heutigen Abends ist Alexander Hacke,=0D=0Ader 1980 bereits im zarten Alter von 14 Jahren Mitglied der=0D=0AEinstürzenden Neubauten wurde, aber auch darüber hinaus, sei es als=0D=0AMusiker oder Produzent, in zahlreichen einflussreichen=0D=0AUnderground-Bands aktiv war und ist. Und vieles mehr. Darüber gibt er=0D=0Ain seiner mehr als lesenswerten Autobiografie "Krach" (Ventil Verlag)=0D=0AAuskunft. Sein jüngstes musikalisches Werk heißt "Lichtung" (Mute=0D=0ARecords), es ist das neuste Album seines gemeinsam mit seiner=0D=0APartnerin Danielle De Picciotto unter dem Moniker hackedepicciotto=0D=0Abetriebene Duo-Projekt.=0D=0A=0D=0AZu ihm gesellt sich die glorreiche Annette Benjamin, die Teil einer=0D=0Ader besten und stilprägenden deutschen Postpunk-Bands aller Zeiten,=0D=0AHans-A-Plast, war. Zuletzt trat sie vor allem mit einer Art Supergroup=0D=0Ain Erscheinung, die sie mit Drangsal, Beatsteaks-Schlagzeuger Thomas=0D=0AGötz, Charlotte Brandi und Julian Knoth von Die Nerven gegründet hat=0D=0Aund unterm dem Namen die Benjamins firmiert.=0D=0A=0D=0ASoeben als Gast dazu gekommen ist Pauline Murray. Mit sechzehn Jahren=0D=0Abrach sie die Schule ab, studierte Kunst am Darlington College und=0D=0Aging anschließend Gelegenheitsjobs nach. Im Mai 1976 sah die=0D=0A18-jährige Murray einen Auftritt der Sex Pistols, woraufhin sie und=0D=0Aihre Freunde aus Ferryhill zu begeisterten Fans der Pistols wurden und=0D=0Asich den Namen „Durham Contingent“ (NME) verdienten. Im gleichen=0D=0AJahr noch gründete sie mit Robert Blamire and Gary Smallman die nach=0D=0Aeinem Stooges-Stück benannte Band Penetration. Auch mit späteren=0D=0AInkarnationen wie Pauline Murray and the Invisible Girls, Pauline=0D=0AMurray and the Storm oder Pauline Murray and the Saint, aber auch als=0D=0ASolartist hat sie einige legendäre Alben veröffentlicht. Ihre=0D=0AAutobiografie „Life‘s A Gamble“ ist 2024 bei Omnibus Press=0D=0Aerschienen.=0D=0A=0D=0ABegleitet werden die Abende mit Projektionen von Archiv B Berlin,=0D=0Asowie einer on-tour Fotoausstellung mit Motiven der Hamburger=0D=0APunk-Dokumentar-Fotografin Sabine Schwabroh. Es moderiert der Autor=0D=0Aund Journalist (und Punk-Drummer) Ingo Scheel.=0D=0A=0D=0AHosts: John Robb & Mark Reeder=0D=0AModeration deutsch/englisch: Ingo Scheel =0D=0A- Talk, Projektionen, Foto-Ausstellung"=0D=0A=0D=0AGäste:=0D=0AColin Newman (WIRE, IMMERSION)=0D=0APauline Murray (PENETRATION)=0D=0AMalka Spigel (MINIMAL COMPACT, IMMERSION)=0D=0AAlexander Hacke (ex-EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN)=0D=0AAnnette Benjamin (HANS-A-PLAST, DIE BENJAMINS)=0D=0AGudrun Gut (MANIA D, MALARIA)=0D=0A
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