BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:http://www.infomax-online.de/imxeventmanager/
METHOD:PUBLISH
BEGIN:VTIMEZONE
TZID:Europe/Berlin
TZURL:http://tzurl.org/zoneinfo-outlook/Europe/Berlin
X-LIC-LOCATION:Europe/Berlin
END:VTIMEZONE
BEGIN:VEVENT
UID:6ae500484c268
LOCATION:Große Elbstraße 84, 22767 Hamburg
SUMMARY;ENCODING=QUOTED-PRINTABLE:SINEM - Hatun Release Tour
DESCRIPTION;ENCODING=QUOTED-PRINTABLE:Hatun wusste immer, was sie will. Hatun packte ihren Koffer und fuhr=0D=0Anach Deutschland. Ihr Mann blieb, erst später kamen er und die Kinder=0D=0Anach. Da hatte Hatun längst Arbeit in einem Dorf in Oberbayern=0D=0Agefunden und sich mit Klugheit, Fleiß und Umsicht unentbehrlich=0D=0Agemacht. Heute ist Hatun alt, sie wird vergesslich. Aber eines hat sie=0D=0Agut verstanden, und das vergisst sie nicht: Sinem macht Musik, sie=0D=0Asingt und tanzt auf Bühnen. Nun hat Sinem schon ihr zweites Album=0D=0Aaufgenommen und das wird ihren Namen tragen: „Hatun“. Ein Bild von=0D=0Aihr, der jungen Hatun, wird auch auf der Platte abgebildet sein. Sinem=0D=0Aist ihre Enkelin, und die weiß, was sie will.=0D=0ASinem wuchs in Oberbayern auf, am Ammersee. Sie zog nach München, wo=0D=0Asie noch heute lebt. Ihr Vater hatte ihr westliche Popmusik=0D=0Avorgespielt, die coole Variante: Tanz den Mussolini. Bei den=0D=0AGroßeltern wurde die Musik aus der Heimat gespielt und gesungen. Die=0D=0AKlassiker der türkischen Popkultur, die wieder und wieder aufs Neue=0D=0Ainterpretiert werden, oft von Sängerinnen, deren Namen irgendwann=0D=0Aeinen mythischen Klang bekommen haben, weil sie nicht einfach nur=0D=0ASängerinnen sind. Sie interpretieren die Texte der Dichtersänger,=0D=0Ader Aşıks, und sie schreiben eigene. Sie sprechen von den Dingen, um=0D=0Adie es geht. Von der Liebe, der unerwiderten, der unmöglichen und der=0D=0Averflossenen, vom Schmerz und der Sehnsucht. Aber auch von dem, was=0D=0Apassiert, im Dorf, im Land, auf der Welt, von der Ungerechtigkeit und=0D=0Avom Widerstand dagegen.=0D=0AAuf ihrem ersten Album „Köşk“ interpretierte Sinem solche=0D=0AKlassiker. Sie alle hatten gemein, dass sie eine Haltung=0D=0Atransportieren. Durch ihre Lyrics, ihren Sound oder durch elegante=0D=0AMoves wie diesen: Das Lieds eines Machos zu singen, der über eine=0D=0AFrau spricht. Dass es nun aber Sinems Stimme ist, die diese Worte=0D=0Asingt, und sie sich dazu ekstatisch auf der Bühne wälzt, sagt mehr=0D=0Aals jedes feministische Seminar. Das ist Anadolu Punk.=0D=0ADas neue Album, „Hatun“, beginnt mit „Ötme Bülbül Ötme“,=0D=0Ageschrieben von Pir Sultan Abdal, interpretiert von Sercan Öztürk=0D=0Aund Hüseyin Korkankorkmaz. Es ist eines der Lieder, die Sinem bei=0D=0Aihren Großeltern hörte. Vielleicht erzählte es ihnen über das=0D=0ALeben in der Fremde: „Sing nicht, Nachtigall, mein Garten ist nicht=0D=0Afröhlich. Aus Sehnsucht nach dir vergehe ich.“ Für „Hatun“=0D=0Ahat sich Sinem wieder Klassiker vorgenommen von Sezen Aksu, Erkin=0D=0AKoray und anderen, die eine besondere Bedeutung für sie haben und sie=0D=0Aschon lang begleiten.=0D=0ASinem, die Band, in der Tom Wu für die Musik und Sinem für den=0D=0AGesang verantwortlich sind, hat nun aber auch eigene Lieder=0D=0Ageschrieben. Weil die aus ihnen selbst kommen, entwickeln sie eine=0D=0Aeigene Kraft. Der Stimme der Tradition wird aus der Gegenwart=0D=0Ageantwortet, die Vergangenheit bildet die Echokammer für Geschichten=0D=0Avon heute.=0D=0AErwartungen, die andere an uns herantragen, lassen uns nur zurück in=0D=0Adie Vergangenheit und nach vorn in die Zukunft schauen, aber nie im=0D=0AAugenblick leben und zufrieden sein mit dem, was man tut und was man=0D=0Aist. Sinem hat darauf eine rotzige Antwort parat: „Bana ne“, ist=0D=0Amir egal! „Dies habe ich selbst getan. Und das habe ich selbst=0D=0Agetan. Was willst du dagegen tun? Was geht’s dich an? Ist mir=0D=0Aegal!“ So erhebt Sinem auf dem zweiten Stück des Albums ihre Stimme=0D=0Aüber einem muskulös rockenden Track, der stoisch und mit festem=0D=0ASchritt seinen eigenen Weg geht.=0D=0ADas soll nicht so sein, sagen sie. Wir sollen tun, was unserer Rolle=0D=0Aentspricht. Dieses Märchen scheint Sinems Erzählerin in „Masal“=0D=0Aden Leuten aber nicht mehr abzunehmen: Ein braves, höfliches,=0D=0Astilles, süßes Mädchen bricht aus seinem Käfig aus und=0D=0Averwandelt sich in ein mutiges, frei lebendes, geflügeltes=0D=0AMädchen. Oder ist diese schöne Geschichte ihrer Befreiung nur ein=0D=0Aweiteres Märchen, zu dem das Mädchen wieder nur brav nicken darf?=0D=0A„Asla!“ ist ein Banger, nicht einmal zwei Minuten lang. Er handelt=0D=0Avon einem Tabu, das eher Frauen trifft als Männer. Man soll sich=0D=0Anicht zu weit aus dem Fenster lehnen. „Niemals!“, damit das=0D=0AGegenüber nicht auf die Idee kommt, dass man sich für etwas=0D=0ABesseres hält, weil man gewisse Talente besitzt. „Ichbewahre die=0D=0Ageheimsten Worte. Ich teile sie nicht, niemals teile ich sie. Ich=0D=0Asinge die schönsten Lieder. Schau mich nicht an, schau mich lieber=0D=0Anicht an.“=0D=0AIn „Agatha Christie“, dem letzten der von Sinem selbst=0D=0Ageschriebenen Lieder auf dem Album, wird ein Suchscheinwerfer auf jene=0D=0AMänner geworfen, die im Schatten der patriarchalischen Verhältnisse=0D=0AFrauen auf der Straße mal wie nebenbei, mal ganz unverschämt=0D=0Aanstarren und so zu Dingen machen, die es zu beurteilen und zu=0D=0Abesitzen gilt. „Ihre Gesichter sind maskiert, verhüllt in der=0D=0ADunkelheit der Seele. An jeder Ecke warten sie.“ Agatha Christie=0D=0Awohnte oft im Pera Hotel im Istanbuler Viertel Beyoğlu. Ebendort=0D=0Alebte auch Sinem zwei Jahre lang, ging jeden Tag unter den Blicken der=0D=0AMaskierten. Jetzt schaut sie zurück, und wirft ihre Verhüllung ab:=0D=0AWir sehen euch, und wenn wir euch sehen, wird euch das Gaffen schon=0D=0Avergehen.=0D=0ATom Wu hat jedem Song eine eigene, individuelle Note gegeben,=0D=0Averschiedene Gitarristen haben ihre Riffs dazu eingespielt.=0D=0A„Hatun“ groovt lässig vor sich hin und spiegelt so das=0D=0ASelbstbewusstsein von Sinem, die selbst zu sprechen begonnen hat –=0D=0Apoetisch und souverän. Sie nimmt sich nun auch in den Worten ihren=0D=0APlatz. Wer erzählt, was ist, hat das Sagen.=0D=0AHatun ist stolz auf ihre Enkelin, und ihre Enkelin ist stolz auf sie.=0D=0A=0D=0AFormed in Madrid in 2002 around songwriter and musician Pepo Márquez,=0D=0AThe Secret Society have spent more than two decades building one of=0D=0Athe most singular trajectories in Spanish independent music. Across an=0D=0Aextensive discography and more than 500 live shows, the band have=0D=0Adeveloped a distinctive language where intimate songwriting, noise,=0D=0Afolk, indie rock and experimentation coexist. Albums such as the=0D=0Acritically acclaimed Peores cosas pasan en el mar (2011) helped cement=0D=0Atheir reputation and contributed to the band’s enduring cult status=0D=0Ain Spain, sustained by a fiercely loyal audience rather than by=0D=0Aconventional mainstream exposure.=0D=0AFrom the outset, The Secret Society have operated with a strong DIY=0D=0Aethic, treating independence not as an aesthetic label but as a=0D=0Apractical and ethical position: releasing music through independent=0D=0Astructures, organising tours through direct relationships with=0D=0Apromoters and venues, and continually questioning the economic=0D=0Astructures surrounding music. That philosophy has allowed the project=0D=0Ato survive, mutate and remain relevant for over twenty years without=0D=0Asurrendering its identity. It also connects naturally with=0D=0AMárquez’s broader work as an author and cultural activist,=0D=0Aexploring ownership, cultural power and the political responsibilities=0D=0Aof artists.=0D=0AThe band’s history extends well beyond Spain through international=0D=0Atouring and connections with the wider European independent scene,=0D=0Asharing stages along the way with artists including Wilco, Low, Damien=0D=0AJurado, Songs: Ohia and Dominique A. Now based between Hamburg and its=0D=0ASpanish roots, The Secret Society currently operates around Márquez=0D=0Aand bassist Klas Van Hasselt, combining guitars and bass with drum=0D=0Amachines, samplers and electronics. Their latest chapter — including=0D=0Athe 2026 EP Contra toda autoridad — presents The Secret Society not=0D=0Aas a legacy act, but as what they have always been: an independent=0D=0Aband in permanent transformation, still committed to doing things on=0D=0Atheir own terms.=0D=0A=0D=0A
URL;VALUE=URI:https://hamburgwhl.infomaxnet.de/whl-kalender/e-sinem-hatun-release-tour?eventDateId=30367876&widgetToken=J2c3z9UfufA.&
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20261102T200000
DTSTAMP:20261030T213832
END:VEVENT
END:VCALENDAR