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SUMMARY;ENCODING=QUOTED-PRINTABLE:Der eigene Tod
DESCRIPTION;ENCODING=QUOTED-PRINTABLE:von Péter Nádas / Deutsch von Heinrich Eisterer. Regie: András=0D=0ADömötör.=0D=0A=0D=0AFast protokollarisch, präzis und poetisch beschreibt der=0D=0Apreisgekrönte ungarische Autor Péter Nádas, was der Titel benennt:=0D=0Aden eigenen Tod. Nur knapp überlebt er einen Herzinfarkt. Im=0D=0ASchwebezustand zwischen Diesseits und Jenseits begegnet ihm=0D=0A„der/die/das Andere“ in sich. Sich selbst ganz entfremdet erfährt=0D=0Aer das Erlöschen des Denkens – und sein Wiedereinsetzen. Nur=0D=0AZusammenhang und Kontinuität zu allem, was bisher war, scheinen=0D=0Averloren. „Deine einstigen Erlebnisse schweben im All der=0D=0AZeitlosigkeit als Schatten von Planeten mit dir.“ Einer der=0D=0Agrößten Autoren des 20. Jahrhundert berichtet in diesem knappen=0D=0AEssay auf einzigartige Weise von einem Zustand, dessen Auswirkungen=0D=0Asein bisheriges Leben, aber auch seine Arbeit als Schriftsteller=0D=0Anachhaltig erschüttern. Was diesem maximal persönlichen Text=0D=0Azusätzlich eine ungeheure Aktualität verleiht: Nádas schildert=0D=0Abeängstigend lebensnah, wie lange und hartnäckig er die Symptome=0D=0Aignoriert, wie er mit ungeheurer Anstrengung den Schmerz und die=0D=0ASchwäche wegdrückt, bis buchstäblich in den Tod. Und weiter=0D=0Azurück, an den Anfang, den Moment der Geburt, 1942, Budapest.=0D=0A=0D=0A„Nach dem Tod“: Gespräch über Péter Nádas'=0D=0A=0D=0AIm Anschluss an die Wiederaufnahme von »Der eigene Tod« am 22/10=0D=0Awird es ein Gespräch zum Tod von Péter Nádas geben. Eingeladen sind=0D=0AIris Radisch, die ein längeres Interview mit dem Autor über „Der=0D=0Aeigene Tod“ geführt hat, und der Regisseur András Dömötör, den=0D=0Aeine Freundschaft mit Nádas verband. Moderieren wird Dramaturg Ralf=0D=0AFiedler. Wir möchten Nádas' Beschreibung des „Danach" nachhorchen=0D=0Aund uns dieser einzigartigen Person annähern, deren Leben mitten im=0D=0AKrieg begann und jetzt in unruhigen Zeiten geendet hat.=0D=0A=0D=0A„Jetzt also trete ich ab, das war tatsächlich mein Gedanke. Ich=0D=0Awusste, wenn ich diese Grenze zwischen Dunkelheit und Licht=0D=0Aüberschreite, gibt es kein Zurück mehr“ - schreibt Nádas 2002=0D=0Aüber die Erfahrung eines Herzstillstands. Worte wie Glückszustand=0D=0Aund Transzendenz ohne Gott fallen, die Erfahrung erschüttert ihn=0D=0Atiefgreifend, verändert in der Folge sein Schaffen und die eigene=0D=0ASicht darauf. Am 26/8/2026 ist Péter Nádas „tatsächlich“ an=0D=0AHerzversagen gestorben.=0D=0A=0D=0AGeboren wurde Péter Nádas am 14/10/1942 in Budapest, als Ungarn=0D=0AKriegsverbündeter des Dritten Reichs war. In der Geburtsurkunde stand=0D=0Aein falscher Nachname. Mit acht erfuhr der protestantisch Getaufte von=0D=0Aseiner jüdischen Herkunft, mit sechzehn war er Vollwaise. Nach dem=0D=0AKrieg gehörten seine Eltern zur kommunistischen Nomenklatura, bis sie=0D=0Aunter die Räder des Rákosi-Regimes gerieten, der Vater nahm sich=0D=0Adeshalb nach dem Krebstod der Mutter das Leben. Nádas ließ sich nach=0D=0Aeinem abgebrochenen Chemiestudium als Fotograf ausbilden, arbeitete=0D=0Aüber lange Jahre als Fotoreporter und Journalist, eine Tätigkeit,=0D=0Adie er nach dem gewaltsamen Ende des Prager Frühlings aufgab. Es=0D=0Abegann die Arbeit an seinem ersten literarischen Buch Ende eines=0D=0AFamilienromans (deutsch 1979), dessen Erscheinen von der Zensur und=0D=0Aeinem Publikationsverbot jahrelang verhindert wurde.=0D=0A
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