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SUMMARY;ENCODING=QUOTED-PRINTABLE:Prolog / Zwischenspiel / Die Argonauten
DESCRIPTION;ENCODING=QUOTED-PRINTABLE:Die Argonauten. Iason. Medea.. FREMDE SONNE / Eine Serie in sechs=0D=0AFolgen von Roland Schimmelpfennig / Folge i - iii. Regie: Karin Beier.=0D=0A=0D=0Ai. Prolog: Der goldene Widder=0D=0A=0D=0AJeder Mythos hat mindestens eine Vorgeschichte. Und noch eine. Und=0D=0Anoch eine weitere. Roland Schimmelpfennig kehrt mit dem Prolog zur=0D=0Aallerersten zurück und lässt von der Entstehung des Goldenen Widders=0D=0Aerzählen. Die gewaltsame Verwandlung der Sternenzeichnerin Theophane=0D=0Ain ein Schaf durch den Meeresgott Poseidon bringt ein Mischwesen aus=0D=0ATier, Gott und Mensch hervor, dessen Fell als „Goldenes Vlies“ in=0D=0Adie mythische Geschichtsschreibung eingegangen ist.=0D=0A=0D=0ASprung in eine andere Geschichte, eine andere Zeit und an einen=0D=0Aanderen Ort. Dort verliebt sich König Athamas in Ino, Tochter des=0D=0AKadmos (!) aus Theben, und betrügt mit ihr seine göttliche Wolken=0D=0Afrau Nephele. Die verflüchtigt sich an den Himmel. Leichte Opfer sind=0D=0Anun ihre beiden Kinder Phrixos und Helle für die Gesellschaft, die=0D=0AVerschwörungstheorien und einer Sündenbockmentalität verfällt. Auf=0D=0AGeheiß von Nephele erscheint der Goldene Widder zur Rettung der=0D=0AKinder. Während Phrixos auf dem fliegenden Widder Kolchis erreicht,=0D=0Astürzt seine Schwester Helle ins Meer. Seitdem trägt die Stelle den=0D=0ANamen Helles-Pont. Die zurückliegende Stadt Iolkos wächst zu einer=0D=0Akalten, industrialisierten Hafenmetropole heran. Die Sonne muss wieder=0D=0Aher, darüber ist sich die Stadtgesellschaft einig. Gerade im rechten=0D=0AMoment stolpert der verlorene Sohn und rechtmäßige Thronfolger Iason=0D=0Ain die Stadt. Er soll es sein, der Iolkos vor seinem Niedergang=0D=0Abewahrt.=0D=0A=0D=0Aii. Zwischenspiel: Zentaur, Höhle, Baum und Balken=0D=0A=0D=0AWo kommt er überhaupt her, dieser vermeintliche Erlöser und Retter=0D=0Ader Menschheit? Mit dem Zwischenspiel werfen wir einen Blick zurück=0D=0Ain Iasons Kindheit und die Höhle des Cheiron, eines Zentauren, dem=0D=0Ader kleine Junge zum Schutz anvertraut worden war, nachdem man seinen=0D=0ARegenten-Vater ermordet hatte. Der Zentaur – ein halbgöttlicher=0D=0APferdemensch mit Alkoholproblem – steckt Iason zur Tarnung in=0D=0AMädchenkleider und triezt ihn mit schwarzer Pädagogik. Iason gilt=0D=0Aihm als Inbegriff der Generation „Selbst“ – selbstbezogen,=0D=0Aselbstverliebt und selbstgerecht –, und trotz seiner=0D=0ADurchschnittlichkeit setzt er ihm den Floh vom Goldenen Vlies ins Ohr.=0D=0ACheirons Hauptfeind ist der Wahrheitssucher Platon, gerade weil der=0D=0AZentaur als lebendes Beispiel für dessen berühmtes Höhlengleichnis=0D=0Aherhalten muss.=0D=0A=0D=0AAm Ende befreien sich Iason und der als Hausmeister angestellte=0D=0AHerakles aus den Fängen des Zentauren Cheiron und landen gemeinsam=0D=0Amit einem geflügelten Jungen in Iolkos. Was ist das bessere=0D=0AÜberlebensprinzip: Freiheit, Aufbruch in die Fremde und Begegnung mit=0D=0Adem Unbekannten oder die Sicherheit in der Höhle der Illusion?=0D=0A=0D=0Aiii. Die Argonauten: Auftrag, Aufbruch und Irrfahrt=0D=0A=0D=0AMit einer mehr als zweifelhaften Mannschaft bricht Iason endlich in=0D=0ARichtung Kolchis auf, um das Goldene Vlies nach Iolkos zu holen.=0D=0ASollte ihm dies gelingen, wäre ihm der Thron gewiss, so das=0D=0Ahinterhältige Versprechen seines Onkels und derzeitigen Regenten=0D=0APelias. Die zur See stechende Truppe setzt sich zusammen aus Orpheus=0D=0A(der Sänger im Tunnel), Tiphys (der blinde Steuermann), Amphion (der=0D=0Agläubige Koch), Akastos (der Sohn ohne Finger) und einer=0D=0Afragwürdigen „Leitungsebene“ bestehend aus Iason, Herakles und=0D=0Adem Jungen mit den Flügeln. Unterstützt wird die abstruse Mannschaft=0D=0Avon einer großen Menge tatkräftiger Ruderer. Und dann gibt es da=0D=0Amöglicherweise noch einen blinden Passagier an Bord, Atalante, die=0D=0Aunsichtbare Frau.=0D=0A=0D=0ARoland Schimmelpfennig überführt das Heldenepos in eine=0D=0Aantiheldische Groteske des schwarzen Humors mit Anleihen an Splatter=0D=0Aund Mystery. Aus der Paranoia der Argonauten erwächst eine zunehmende=0D=0AGewaltbereitschaft, je näher sie der Fremde kommen. Die Expedition=0D=0Awird enttarnt als imperialistischer Raubfeldzug zwischen Wahn und=0D=0AWirklichkeit. Eine Odyssee als Parabel auf die Verrohung der=0D=0Amenschlichen Gesellschaft unter Extrembedingungen.=0D=0A
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