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LOCATION:Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg
SUMMARY;ENCODING=QUOTED-PRINTABLE:Vortrag Dr. Michael Navratil „Subversionen soldatischer=0D=0AMännlichkeit“
DESCRIPTION;ENCODING=QUOTED-PRINTABLE:Thomas Mann gilt gemeinhin nicht als ein Autor des Krieges. Gleichwohl=0D=0Afinden sich in seinem literarischen Werk immer wieder Soldatenfiguren,=0D=0Avon dem musikalischen Leutnant René Maria von Throta in Buddenbrooks=0D=0Aüber den ehrliebenden Joachim Ziemßen im Zauberberg bis hin zum=0D=0ARitter Grigorß im letzten abgeschlossenen Roman Der Erwählte.=0D=0AAuffällig ist dabei allerdings, dass Thomas Manns Soldaten=0D=0Amilitärisch oft nur wenig tüchtig sind, gar nicht erst in den Krieg=0D=0Aziehen oder sich, wie Felix Krull, gleich ganz vom Militärdienst=0D=0Afreisimulieren. Der Vortrag zeichnet in einer tour de force durch das=0D=0AWerk die Darstellungen unsoldatischen Soldatentums bei Thomas Mann=0D=0Anach. Dabei wird demonstriert, dass die Soldatenfiguren des=0D=0Aliterarischen Werks meist nicht so sehr eingesetzt werden, um Fragen=0D=0Arund um Krieg und Frieden zu verhandeln, sondern dass an ihnen=0D=0Avielmehr eine bestimmte Geschlechtsproblematik durchdekliniert wird:=0D=0Anämlich das Thema prekärer Männlichkeit in der Moderne.=0D=0A=0D=0ADr. Michael Navratil studierte Germanistik, Anglistik und Philosophie=0D=0Ain Freiburg, Oxford und an der Freien Universität Berlin. Seine=0D=0ADissertation zum kontrafaktischen Erzählen als Verfahren politischen=0D=0ASchreibens in der Gegenwartsliteratur ist 2022 erschienen und wurde=0D=0Amit dem Open Access-Award des De Gruyter-Verlags ausgezeichnet.=0D=0APostdoc-Stationen führten ihn nach Potsdam, Stuttgart und Kopenhagen.=0D=0ASeit 2023 arbeitet er als Referent bei der Studienstiftung des=0D=0Adeutschen Volkes. Forschungsschwerpunkte: Literaturgeschichte vom 18.=0D=0Abis 21. Jahrhundert, Fiktionstheorie, politisches Schreiben, Literatur=0D=0Aund Körperdiskurse (Psyche, Gesundheit, Sexualität), Medialität des=0D=0ADramas, Thomas Mann.=0D=0A
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