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SUMMARY;ENCODING=QUOTED-PRINTABLE:Prolog/Dionysos
DESCRIPTION;ENCODING=QUOTED-PRINTABLE:ANTHROPOLIS I. von Euripides/Roland Schimmelpfennig. Regie: Karin=0D=0ABeier.=0D=0A=0D=0AProlog=0D=0A=0D=0ADie Geschichte der Stadt Theben beginnt mit einem zweifachen Mord.=0D=0ANachdem Kadmos vergeblich seine von Zeus entführte Schwester Europa=0D=0Aauf dem Kontinent gesucht hat, wendet er sich an das Orakel von=0D=0ADelphi. „Vergiss die Schwester“, lautet die Antwort, „treibe=0D=0Aeine Kuh vor dir her und dort, wo sie sich niederlässt, gründe eine=0D=0AStadt.“ Kadmos hetzt die Kuh so lange vor sich her, bis sie tot=0D=0Azusammenbricht in der Nähe einer Quelle, die wiederum von einem=0D=0ADrachen bewacht wird. Den erschlägt Kadmos, bricht ihm die Zähne aus=0D=0Aund sät sie in die Erde. Sofort wachsen aus den Zähnen bewaffnete=0D=0ADrachenmänner, Krieger, die sich gegenseitig niedermetzeln – nur=0D=0Afünf überleben das Massaker. Mit ihnen gründet Kadmos die Stadt=0D=0AKadmeia, später das siebentorige Theben genannt. Von Anfang an ist=0D=0Adie Gewalt der Zivilisationsgeschichte eingeschrieben. Schon die=0D=0Aersten zivilisatorischen Maßnahmen zur Gründung dieser Urstadt der=0D=0Awestlichen Welt zeigen sich als Tötungsdelikte. Die Vernichtung des=0D=0ATieres und des Tierwesens ist quasi die Voraussetzung, um überhaupt=0D=0Aals Gesellschaft im urbanen Raum existieren zu können. Wie aber=0D=0Alassen sich die Gewaltakte stoppen, die die Grundfeste der=0D=0AMenschenstadt von Generation zu Generation aufs Neue erschüttern?=0D=0A=0D=0ADionysos=0D=0A=0D=0ADie Geschichte von der Geburt des Dionysos aus dem Schenkel des Zeus=0D=0Aklingt mehr als bizarr. Kein Wunder, dass sie niemand glauben will in=0D=0ATheben, nachdem Dionysos’ irdische Mutter Semele, eine Tochter des=0D=0AKadmos, so schändlich verbrennen musste. Angeblich hat der Erzeuger=0D=0AZeus den Fötus aus dem Feuer geholt und in seinem Bein ausgetragen.=0D=0AInzwischen ist Theben zu einer reichen Stadt angewachsen, und Kadmos=0D=0Ahat den Thron an seinen Enkel Pentheus abgetreten. Da taucht Dionysos=0D=0Aauf und behauptet, ihm stünde religiöser Kultstatus zu. Doch der auf=0D=0AMaß und Regeln getrimmte Pentheus verweigert ihm den Glauben.=0D=0ADionysos stürzt daraufhin das Ordnungssystem des Patriarchen in eine=0D=0Atiefe politische und moralische Krise. Er schickt die Frauen auf einen=0D=0ATrip und verbreitet unter ihnen Wahnsinn und Raserei. Der Rausch endet=0D=0Agrausam und blutig. Dionysos triumphiert über die Ungläubigen der=0D=0AStadt. Er scheint eine kollektive Lust am gewaltsamen Untergang=0D=0Afreigelegt zu haben, die dem Konstrukt „Stadt“ in seinen=0D=0Averdrängten Positionen innewohnt.=0D=0A=0D=0AMit den »Bakchen« hat Euripides seine letzte und radikalste=0D=0ATragödie geschrieben. Die Übertragung und Bearbeitung der=0D=0A»Bakchen« unter dem neuen Titel »Dionysos« verschärft die=0D=0AKonflikte zwischen Untergangsphantasien und Vernunftdenken,=0D=0AOrdnungswahn und Lust am Chaos zu heutigen Fragestellungen einer=0D=0AStadtgesellschaft. Wieviel Spannungszustände sind wir noch bereit=0D=0Aauszuhalten?=0D=0A=0D=0ANominiert für das Berliner Theatertreffen 2024.=0D=0A
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