Kai Schumacher & Benedict Kloeckner, © Sophia Hegewald

Kai Schumacher & Benedict Kloeckner

Kai Schumacher & Benedict Kloeckner



  • 45,00€

»Ich könnte meine Musik mit weißem Licht vergleichen, in dem alle Farben enthalten sind. Nur ein Prisma kann diese Farben voneinander trennen und sichtbar machen; dieses Prisma könnte der Geist des Zuhörers sein.« – Arvo Pärt

Pianist Kai Schumacher und Cellist Benedict Kloeckner begeben sich in ihrem neuen Projekt »Fratres« auf die Suche nach Arvo Pärts Brüdern (und Schwestern) im Geiste. Ausgehend von Pärts namensgebender Komposition bewegen sich die beiden Musiker auf verschiedenen Wegen durch den musikalischen Kosmos des estnischen Komponisten und lassen »Fratres« durch ein kaleidoskopisches Wechselspiel aus Originalwerken, eigenen Bearbeitungen und Auftragskompositionen immer wieder in neuen Facetten erscheinen.



Bitte beachten Sie: Dieses Konzert ersetzt den abgesagten Temrin vom 26. Oktober 2025. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit.



Arvo Pärt, ein Magier des Klangs, geriet schon früh ins Visier sowjetischer Kulturfunktionäre – sei es durch einen zunächst noch seriellen und damit »westlich dekadenten« Kompositionsstil oder den oft religiösen Gehalt seiner Werke. Nach einer Schaffenskrise kehrte er Ende der 1970er Jahre mit einer völlig neuen musikalischen Form zurück auf die Bildfläche: Sein sogenannter Tintinnabuli-Stil brach mit dem musikalischen Zeitgeist und strebte nach Reduktion und Fokussierung auf das Wesentliche – dem wahren Kern der Musik. »Fratres« entstand 1977 als eines der ersten Stücke in diesem neuen Stil und galt schnell als ikonisches Werk zeitgenössischer Komposition.

 



Klänge von betörender Schönheit, repetitive Strukturen und kontemplativer Weite spiegeln sich auch in den weiteren Stücken des Programms: Ob in den subtilen Veränderungen von Philip Glass’ »Metamorphosis Two«, den elektronisch anmutenden Sphären in Christopher Cerrones »The Pleasure at Being the Cause« oder den elegischen Klangwelten von Gavin Bryars und Valentin Silvestrov. Das beinahe Transzendente im Spätwerk von Franz Liszt, die tief empfundene Religiosität in Olivier Messiaens »Louange à l’Éternité de Jésus« oder Georg Gurdjieffs ritualisierte Gesänge und Tänze wiederum beleuchten »Fratres« aus einer anderen Perspektive. Sie eröffnen eine weitere Dimension in Pärts Musik – einer Musik voller spiritueller Kraft zwischen Mystik und Minimalismus.

BESETZUNG

Kai Schumacher Klavier

Benedict Kloeckner Violoncello

PROGRAMM

»Fratres«

 

Werke von Arvo Pärt, Philip Glass, Olivier Messiaen u.a.

 

Alle Angaben ohne Gewähr.

Weitere Informationen

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