Fidelio



    Oper in zwei Akten von Ludwig van Beethoven | Libretto von Joseph Sonnleithner, Georg Friedrich Treitschke und Stephan von Breuning nach Jean-Nicolas Bouilly

    Dialogfassung von Maike Graf mit Briefen von Maria Kalesnikava

    „Im Inneren war ich immer frei.“
    Maria Kalesnikava

    Mehr als zwei Jahre sind vergangen, seit Leonores Mann Florestan verschwunden ist. Die Welt hält ihn für tot, doch Leonore weigert sich, daran zu glauben. Sie ist überzeugt, dass der machtgierige Gouverneur Don Pizarro, dessen Verbrechen Florestan aufzudecken drohte, ihn heimlich gefangen hält. Um Florestan zu finden, verkleidet sich Leonore als Mann und tritt unter dem Namen Fidelio eine Stelle beim Kerkermeister Rocco an. Mutig und entschlossen gelingt es ihr, ihrem Ehemann nahezukommen. Doch ständig droht die Gefahr, enttarnt zu werden.
    Ludwig van Beethovens einzige Oper Fidelio ist ein Plädoyer für Freiheit, Menschlichkeit, Gerechtigkeit – und zugleich eine Anklage gegen die Willkür tyrannischer Herrschaft. Sie basiert auf einem Libretto von Jean-Nicolas Bouilly (Léonore, ou l’Amour conjugal), das auf einer wahren Begebenheit beruht.
    Die Inszenierung von Kerstin Steeb beschäftigt sich mit der Wirkung von Angst: Was macht Angst mit uns? Und wie kann aus Angst Mut und kollektiver Widerstand entstehen? Durch die Verknüpfung von Leonore mit der belarussischen Widerstandskämpferin Maria Kalesnikava wird Beethovens Befreiungsoper zu einer zeitgenössischen Geschichte über die Kraft, sich gemeinsam gegen Unterdrückung zu erheben.

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