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SUMMARY;ENCODING=QUOTED-PRINTABLE:Ensemble Resonanz / Anna Prohaska / Enno Poppe
DESCRIPTION;ENCODING=QUOTED-PRINTABLE:Ein Ich im Ausnahmezustand: Momente, in denen Gewohntes ins Wanken=0D=0Agerät, Grenzen verschwimmen und man sich selbst fremd wird. Solche=0D=0AErfahrungen kennen wir alle – als Einzelne, vielleicht auch als=0D=0AKollektiv. Zu seinem Saisonauftakt geht das Ensemble Resonanz=0D=0Agemeinsam mit der Sopranistin Anna Prohaska und dem Dirigenten Enno=0D=0APoppe diesem Zustand nach. Ausgangspunkt ist Arthur Rimbauds Satz=0D=0A»Ich ist ein anderer« – die Idee, dass sich das Eigene erst im=0D=0AFremden zeigt. Zwischen Barock und Gegenwart spannt das Programm einen=0D=0ABogen über mehrere Jahrhunderte, in denen etwas hörbar wird, das=0D=0Asich entzieht, verschiebt und verwandelt. Im Zentrum steht ein neues=0D=0AWerk von Enno Poppe für Sopran und Kammerorchester, ein=0D=0AKompositionsauftrag des Ensemble Resonanz und der Berliner Festspiele,=0D=0Akurz zuvor beim Musikfest Berlin uraufgeführt.=0D=0A=0D=0AIn seinen »Illuminations«, einer Sammlung von Prosagedichten,=0D=0Aentwickelt Arthur Rimbaud eine Sprache an der Schwelle zur Moderne,=0D=0Adie Identität nicht festschreibt, sondern in Zustände zerlegt. »Ich=0D=0Aist ein anderer« – ein radikaler Perspektivwechsel, ein neuer=0D=0ADenkimpuls. Kein literarisches Spiel, sondern Erfahrung: Momente, in=0D=0Adenen Wahrnehmung kippt, sich vervielfacht, ins Surreale und Groteske=0D=0Adriftet.=0D=0A=0D=0ABenjamin Britten greift diese flirrende Bildwelt 1939 in seinem=0D=0Agleichnamigen Liederzyklus auf: Für Sopran und Streicher übersetzt=0D=0Aer Rimbauds Visionen in eine Musik zwischen Ekstase und=0D=0AZerbrechlichkeit. Mit Anna Prohaska steht eine Sängerin auf der=0D=0ABühne, die diese Extreme mit großer Präzision und klanglicher=0D=0ABeweglichkeit auslotet und in der Schwebe hält. Und das Ich bleibt in=0D=0ABewegung. Bei Jean-Philippe Rameau, im französischen Barock,=0D=0Aerscheint es im Spiel der Masken, vertraut und zugleich entrückt, ein=0D=0Aschillerndes Theater von rhythmischer Energie. Claude Vivier richtet=0D=0Aden Blick nach innen – der Klang scheint sich selbst zu hören, im=0D=0AMoment seines Entstehens zu verwandeln.=0D=0A=0D=0AUnd Enno Poppe? Er treibt dieses Spiel mit dem Ich auf seine Art=0D=0Aweiter – mit mikrotonalen Verschiebungen, barocken Echos und=0D=0AKlängen, die ausfransen. Was sich hier formt, bleibt offen.=0D=0A=0D=0ABESETZUNG=0D=0A=0D=0AENSEMBLE RESONANZ Kammerorchester=0D=0A=0D=0AANNA PROHASKA Sopran=0D=0A=0D=0AENNO POPPE Dirigent=0D=0A=0D=0APROGRAMM=0D=0A=0D=0ABENJAMIN BRITTEN=0D=0ALes Illuminations op. 18=0D=0A=0D=0ACLAUDE VIVIER=0D=0AZipangu=0D=0A=0D=0A- Pause -=0D=0A=0D=0AJEAN-PHILIPPE RAMEAU=0D=0ASuite aus dem Opéra-ballet »Les Indes galantes«=0D=0A=0D=0AENNO POPPE=0D=0AKreis=0D=0A
URL;VALUE=URI:https://hamburgwhl.infomaxnet.de/standard_widget_de/e-ensemble-resonanz-anna-prohaska-enno-poppe-1?eventDateId=30589116&widgetToken=22vcqFKw4GE.&
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