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LOCATION:Gut Wienebüttel 1, 21339 Lüneburg
SUMMARY;ENCODING=QUOTED-PRINTABLE:Pfingstkonzert - Wendland-Sinfonieorchester e.V.
DESCRIPTION;ENCODING=QUOTED-PRINTABLE:Dirigent: Philip Hildebrand=0D=0A=0D=0AProgramm=0D=0A=0D=0ADouglas Lilburn: Ouvertüre Aotearoa=0D=0A=0D=0AMax Bruch: Konzert für Klarinette, Viola und Orchester in e-Moll op.=0D=0A88=0D=0A=0D=0AJohannes Brahms: : Sinfonie Nr. 3 in F-Dur, op. 90=0D=0A=0D=0AZum ersten Mal spielt das Wendland-Sinfonieorchester sein=0D=0Aalljährliches Pfingstkonzert in der Konzertscheune in Lüneburg. Auch=0D=0Amit dem ersten Werk des Abends wird zu neuen Ufern aufgebrochen,=0D=0Anämlich direkt auf die andere Seite der Weltkugel: "Aotearoa" – so=0D=0Aheißt die Ouvertüre, was soviel wie "Das Land der langen weißen=0D=0AWolke" bedeutet, und der Name der Māori für Neuseeland ist.=0D=0AUrsprünglich war hiermit nur die Nordinsel gemeint, aber heute steht=0D=0Aer neben dem englischen Namen für das gesamte Land. Der Komponist=0D=0ADouglas Lilburn gab seiner Ouvertüre 1940 den Namen seines=0D=0AGeburtslandes, und brachte in der Musik entsprechend die=0D=0Aatemberaubende Natur, die Weiten und das Licht Neuseelands zum=0D=0AKlingen, so, wie vielleicht die ersten Entdecker des Landes es gesehen=0D=0Ahaben mögen.=0D=0A=0D=0ADas Werk von Max Bruch, das man am ehesten im Ohr hat, ist das erste=0D=0AViolinkonzert op. 26, das seinerzeit einen phänomenalen Erfolg=0D=0Afeierte und heute noch zu den Meilensteinen jeder Geigenkarriere=0D=0Agehört. Aber – im Sinne des Komponisten, der nicht auf dieses=0D=0AViolinkonzert reduziert werden wollte, erklingt an diesem Abend ein=0D=0Aanderes seiner wunderbaren Werke: Das Konzert für Klarinette und=0D=0AViola. Die Besetzung ist ungewöhnlich, wenn nicht sogar einzigartig,=0D=0Aaber schon nach den ersten Takten fragt man sich, warum: Max Bruch=0D=0Awußte, wie er die Möglichkeiten dieser beiden Instrumente=0D=0Aausschöpfen konnte, um zusammen mit der Orchesterbegleitung die=0D=0Awärmsten und bewegendsten Klänge zu erzeugen. Bruch komponierte das=0D=0AKonzert 70-jährig für seinen Sohn Max Felix Bruch, der Klarinettist=0D=0Awar, und scherte sich dabei nicht darum, das sein Kompositionsstil=0D=0Aangeblich nicht mehr zeitgemäß war. Für heutige Ohren ist auch eher=0D=0Arelevant, wie meisterhaft die Musik gesetzt ist und wie elegant Bruch=0D=0Adie Klangfarben der beiden Alt-Instrumente zu kombinieren wusste.=0D=0A=0D=0AMax Bruch war ein Bewunderer, Konkurrent und Freund von Johannes=0D=0ABrahms, dessen dritte Sinfonie das Konzert beschließt. Über die=0D=0AEntstehungsumstände der Sinfonie ist wenig bekannt, wohl aber über=0D=0Adie Uraufführung 1883, in der die einander verfeindeten Anhänger der=0D=0Aprogrammatischen und der absoluten Musik (zu der die Sinfonie gehört)=0D=0Aaufeinander trafen. In Ermangelung der Möglichkeit, sich das Erlebnis=0D=0Aauf YouTube anzugucken, muss die Beschreibung reichen: Die Anhänger=0D=0Ader Programmmusik brachen nach jedem Satz der Sinfonie in lautes=0D=0AZischen aus, das aber vom donnernden Applaus der zu recht begeisterten=0D=0ABrahms-Anhänger übertönt wurde. Der Effekt des Ganzen wäre heute=0D=0Aderselbe, wie er damals war: die Sinfonie wurde äußerst populär und=0D=0Afeierte einen umso größeren Triumph.=0D=0A
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